Exxon Mobil: Scotiabank hebt Kursziel auf $163
Exxon Mobil verzeichnet Produktionsrekorde in Amerika, leidet aber unter geopolitischen Krisen im Nahen Osten. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Produktionsausfälle durch Nahost-Konflikt
- Rekordförderung in Nord- und Südamerika
- Analysten heben Kursziel deutlich an
- Hauptversammlung stimmt über Umzug ab
Sinkende Ölpreise und ein Waffenstillstand im Nahen Osten belasten die Stimmung im Energiesektor. Bei Exxon Mobil klaffen externe Krisen und operative Stärke derzeit weit auseinander. Das weckt das Interesse von Analysten.
Nahost-Konflikt hinterlässt Spuren
Der geopolitische Hintergrund prägt das erste Quartal. Der Konzern verlor sechs Prozent seiner weltweiten Produktion. Der Krieg im Iran lähmte die Öl- und Gasförderung am Persischen Golf. Die Sperrung der Straße von Hormus traf besonders die Aktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Diese beiden Länder stehen normalerweise für ein Fünftel der jährlichen Exxon-Fördermenge.
Besonders schwer wiegen die langfristigen Schäden an der katarischen LNG-Infrastruktur. Iranische Angriffe beschädigten mehrere Flüssiggas-Anlagen. Laut QatarEnergy dauern die Reparaturen drei bis fünf Jahre. Der von US-Präsident Trump verlängerte Waffenstillstand bringt kaum Entlastung. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt minimal.
Rekorde in Nord- und Südamerika
Abseits des Krisengebiets liefert Exxon starke Zahlen. Die Produktion in Nord- und Südamerika erreichte 2025 mit 4,7 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag ein 40-Jahres-Hoch. Das Permian-Becken meldete einen Jahresrekord. Auch die Förderung in Guyana übertraf die Erwartungen deutlich.
Die Integration von Pioneer Natural Resources zahlt sich aus. Die Folge: jährliche Synergieeffekte von rund vier Milliarden US-Dollar. Das verdoppelt die ursprünglichen Schätzungen. Die Analysten der Scotiabank reagieren optimistisch. Sie hoben ihr Kursziel von 128 auf 163 US-Dollar an und bestätigten die „Outperform“-Einstufung.
Volatilität und Quartalsausblick
An der Börse spiegelt sich dieses gemischte Bild wider. Die Exxon-Aktie notiert aktuell bei rund 128 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 22 Prozent auf der Anzeigetafel. Die hohe Volatilität von über 40 Prozent zeigt die Nervosität der Marktteilnehmer.
Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit positiven Effekten. Höhere Flüssiggaspreise dürften das Upstream-Ergebnis um bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar steigern. Dem stehen jedoch negative Timing-Effekte von bis zu 4,9 Milliarden US-Dollar gegenüber. Darin sind auch Verluste aus Absicherungsgeschäften enthalten.
Hauptversammlung plant Umzug
Parallel dazu steht eine historische Entscheidung an. Am 27. Mai 2026 stimmt die virtuelle Hauptversammlung über eine Sitzverlegung nach Texas ab. Stimmen die Aktionäre zu, verlässt Exxon seine rechtliche Heimat New Jersey nach über 140 Jahren. Auf das operative Geschäft oder die Standorte der Mitarbeiter hat dieser Schritt keine Auswirkungen.
Am 1. Mai präsentiert Exxon die offiziellen Quartalszahlen. Die Basis bildet eine seit 43 Jahren stetig wachsende Dividende. Der Fokus liegt dann auf der Produktion im Permian-Becken. Erreicht der Konzern dort die anvisierte Marke von 1,8 Millionen Barrel pro Tag, bleibt die Wachstumsstory trotz der geopolitischen Störfeuer intakt.
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