Facc Aktie: 152 Prozent Plus in zwölf Monaten
Facc verzeichnet ein Jahresplus von 152 Prozent und übertrifft den ATX deutlich. Analysten sehen moderate Bewertung trotz geopolitischer Risiken.

Kurz zusammengefasst
- Jahresperformance von 152 Prozent
- KGV von 15 für 2026 erwartet
- Dividendenausschüttung nach Pause
- Geopolitische Risiken belasten Lieferketten
Facc fliegt dem österreichischen Leitindex ATX davon. Während der Gesamtmarkt in Wien moderat zulegt, hat sich der Wert des Luftfahrtzulieferers binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. Eine Konsolidierung bremst das Papier nun knapp unter seinem Mehrjahreshoch.
Bewertung und Dividende
Der aktuelle Kurs liegt bei 17,86 Euro. Das entspricht einem Plus von fast 152 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten. Im Vergleich dazu schaffte der ATX seit Jahresbeginn lediglich einen Zuwachs von rund 17 Prozent. Facc gehört damit zu den Top-Performern des Jahres.
Trotz der Rallye wirkt die Aktie nicht überhitzt. Analysten erwarten für 2026 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 15. Das Unternehmen profitiert massiv vom Produktionshochlauf bei Airbus und Boeing.
Das Management schüttet zudem wieder eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie aus. Nach einer mehrjährigen Pause gilt dies am Markt als Signal für stabilere Cashflows. Die Profitabilität scheint sich nachhaltig zu festigen.
Risiken im Blick
Das Marktumfeld bleibt allerdings anspruchsvoll. Der Konflikt im Iran belastet die globalen Lieferketten seit Februar 2026. Das Management muss sich eng mit Partnern abstimmen, um Verzögerungen zu vermeiden.
Kostensenkungen sollen die operative Marge absichern. Das Effizienzprogramm „CORE“ soll bis Ende 2026 erhebliche Einsparungen liefern. Parallel dazu investiert Facc in Leichtbaukomponenten für die nächste Flugzeuggeneration.
Charttechnisch bleibt der Trend stabil. Die Aktie notiert deutlich über dem 200-Tage-Schnitt von 12,36 Euro. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von rund 60 eine ausgeglichene Lage zwischen Angebot und Nachfrage.
Im dritten Quartal 2026 folgt der nächste Zwischenbericht. Diese Zahlen liefern Aufschluss über den Fortschritt beim Kapazitätsausbau in Oberösterreich.
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