Facc Aktie: 18,32 Euro auf Fünfjahreshoch
FACC übertrifft den ATX mit einem Kursplus von 17 Prozent und erreicht ein Fünfjahreshoch. Das Unternehmen investiert 350 Millionen Euro in neue Kapazitäten.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues Fünfjahreshoch
- Umsatzsteigerung um fast zwölf Prozent
- Operatives Ergebnis verdoppelt sich
- 350 Millionen Euro für Expansion geplant
Die FACC-Aktie legt seit Monaten eine beeindruckende Rally hin und hängt den österreichischen Leitindex ATX deutlich ab. Seit Jahresbeginn kletterte das Papier um knapp 17 Prozent, während der ATX im gleichen Zeitraum 16,95 Prozent zulegte. Am 22. Juni notierte die Aktie bei 18,32 Euro – ein neues Fünfjahreshoch von 18,10 Euro hatte sie bereits drei Tage zuvor erreicht.
Der Kurssprung ist kein Zufall. FACC profitiert von soliden Fundamentaldaten, die dem Aufwärtstrend Substanz verleihen.
Solide Zahlen, klare Strategie
Im ersten Quartal 2026 steigerte der Luftfahrtzulieferer den Umsatz um fast zwölf Prozent auf 258,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 9,7 Millionen Euro. Den Schub verdankt das Unternehmen vor allem seinem Effizienzprogramm „CORE“, das in allen Geschäftsbereichen greift.
Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit einem weiteren Umsatzplus von fünf bis 15 Prozent. Auch die EBIT-Marge soll sich fortsetzen – ein klares Signal an den Markt.
Wachstumsmarkt Luftfahrt – und mehr
FACC beliefert große Flugzeug- und Triebwerkshersteller mit Komponenten. Ein globaler Auftragsbestand von über 17.700 Verkehrsflugzeugen untermauert das Geschäftsmodell. Der Markt wächst strukturell.
Doch das Unternehmen blickt über die klassische Luftfahrt hinaus. Bereiche wie Urban Air Mobility und Raumfahrt bieten zusätzliche Perspektiven. Besonders das Know-how im Leichtbau ist in diesen Sektoren gefragt.
350 Millionen Euro für die Expansion
Um das Wachstum zu finanzieren, investiert FACC bis 2030 rund 350 Millionen Euro weltweit. Das größte Einzelprojekt: eine hochautomatisierte Fertigungsanlage für Strukturkomponenten am Standort St. Martin in Österreich. Allein dafür sind 120 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 geplant.
Die Investitionen unterstreichen einen Anspruch: FACC will vom Aufschwung der Luftfahrtindustrie überproportional profitieren. Mit der neuen Anlage schafft sich das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für die kommenden Kundenprogramme.
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