Fermi Aktie: Mietvertrag in der Schwebe?
Die Baufinanzierung und weitere Bedingungen stehen aus; beide Unternehmen setzen ihre Bemühungen um den Vertragsabschluss fort.

Kurz zusammengefasst
- Vertragsfrist Ende Oktober abgelaufen
- Projektfinanzierung weiterhin ungeklärt
- Fermi und TensorWave verhandeln weiter
- Perry und Stein bleiben vorerst Direktoren
Fermis Rechenzentrums-Mietvertrag mit TensorWave TEX1 über 222 MW ist nach Unternehmensangaben vom Dienstag noch nicht wirksam geworden. Zu den weiterhin offenen Abschlussbedingungen zählt die Baufinanzierung auf Projektebene. Die Abschlussfrist war am 31. Oktober ohne Verlängerung verstrichen.
Beide Parteien arbeiten weiter am Abschluss
Fermi erklärte, dass neben der Finanzierung weitere Bedingungen für das Wirksamwerden des Vertrags ausstehen. Weder Fermi noch TensorWave hätten ihr Kündigungsrecht ausgeübt. Beide Seiten arbeiteten nach eigenen Angaben weiter daran, den Vertrag zum Abschluss zu bringen.
Für den 12. November hat Fermi die Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals 2026 angekündigt. Am selben Tag soll eine Telefonkonferenz zu den Zahlen stattfinden. Diesen Termin hatte das Unternehmen bereits am 12. Oktober bekannt gegeben.
Neugebauer erhöht den Druck auf das Gremium
Parallel zur offenen Vertragsfrage verschärft sich die Auseinandersetzung um Fermis Verwaltungsrat. Mitgründer und Großaktionär Toby Neugebauer kritisierte das Gremium heute nach der Hauptversammlung vom 30. Oktober. Seiner Darstellung zufolge hätten Aktionäre, Märkte und die Wähler in Texas Rick Perry und den Verwaltungsrat zurückgewiesen.
Gestern hatte Neugebauer gefordert, Fermi zum Verkauf zu stellen und zugleich einen Mietvertrag zum Abschluss zu bringen. Dabei handelte es sich um Forderungen des Aktionärs, nicht um eine Verkaufsankündigung des Unternehmens.
Die am Mittwoch eingereichte Pflichtmitteilung zu den Abstimmungsergebnissen zeigt: Weder Rick Perry noch Jeffrey Stein erhielten die erforderliche Mehrheit der ausstehenden Aktien für ihre Wahl als Direktoren der Klasse I. Beide bleiben dennoch im Amt, bis Nachfolger gewählt sind und die Voraussetzungen für ihre Amtsübernahme erfüllen.
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