Fermi Aktie: Neugebauer startet „Matador“-Plan
Toby Neugebauer eskaliert den Machtkampf bei Fermi und strebt mit einem 75-Tage-Plan den Verkauf des Unternehmens an.

Kurz zusammengefasst
- Mitgründer präsentiert detaillierten Fahrplan
- Sieben Direktoren sollen ersetzt werden
- Aktie verliert rund 29 Prozent seit Jahresbeginn
- Verwaltungsrat kontert mit eigener Strategie
Der Machtkampf bei Fermi tritt in eine entscheidende Phase. Mitgründer Toby Neugebauer hat dem Verwaltungsrat den Kampf angesagt – und einen detaillierten Fahrplan vorgelegt.
In einer Investoren-Präsentation enthüllte Neugebauer seinen „75-Tage-Plan“. Das Projekt mit dem Codenamen „Matador“ sieht vor, sieben Direktoren zu ersetzen und einen Dual-Track-Prozess zu starten. Das Ziel: ein sofortiger Verkauf des Unternehmens oder eine strategische Partnerschaft.
Zwei Strategien prallen aufeinander
Die Aktionärsgruppe beansprucht nach eigenen Angaben rund 146 Millionen Aktien für sich. Sie treibt bereits die Stimmrechtsvertretung für eine außerordentliche Hauptversammlung Ende Juni voran.
Dem steht die „Fermi 2.0“-Initiative des Verwaltungsrats unter Chairman Marius Haas gegenüber. Das Board will den Stromanbieter für die KI-Wirtschaft vom Startup zum skalierter Institution aufbauen. Langfristige Infrastruktur statt schnellem Exit – so die Devise.
Neugebauer argumentiert dagegen: Der aktuelle Aktienkurs spiegele den wahren Wert der Vermögenswerte bei weitem nicht wider.
Volatiler Wochenverlauf
Die Aktie schloss am Freitag bei 5,40 Euro – nach einem Minus von rund 3,6 Prozent in der Handelswoche. Die Kurse schwankten heftig zwischen einem Wochenhoch von 6,78 Dollar und einem Tief von 5,61 Dollar. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 25,63 Euro beträgt inzwischen fast 79 Prozent. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 29 Prozent.
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Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 3,8 Milliarden Dollar. Anleger achten besonders auf die Marke von 5,00 Dollar, die in den vergangenen Wochen mehrfach getestet wurde.
Solide Finanzierung trotz Verlusten
Trotz des internen Zerwürfnisses sichert sich Fermi weiterhin frisches Kapital. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild:
- Nettoverlust: rund 188,7 Millionen Dollar pro Quartal
- Investitionen: fast 441 Millionen Dollar, vor allem in die „Matador“-Anlage
- Liquidität: 243 Millionen Dollar in bar und kurzfristigen Mitteln
- Neue Kredite: 785 Millionen Dollar, davon 500 Millionen von der MUFG-Bank
Der Verwaltungsrat sieht darin einen Beleg: „Fermi 2.0″ liefere handfeste Ergebnisse. Neugebauers Vorstoß sei ein „kurzsichtiger“ Versuch, die Kontrolle zu erlangen.
Offene Flanken
Die Spannungen verschärfen sich durch Abwehrmaßnahmen des Boards. Das Unternehmen reichte eine vorläufige Widerrufserklärung bei der SEC ein und rief Aktionäre auf, Neugebauers Anträge zu ignorieren. Zudem erschwerten Satzungsänderungen kürzlich aktivistische Initiativen.
Anleger wägen nun die hohen Cash-Abflüsse gegen den strategischen Wert von Fermis 17-Gigawatt-Netz ab. Die Einstellung eines festen CEOs und verbindliche Mietverträge in den kommenden Monaten dürften entscheiden, ob der Verwaltungsrat seinen Kurs halten kann. Die außerordentliche Hauptversammlung wird zum Showdown.
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