Ferrexpo Aktie: 100 Millionen Dollar für Betriebssicherung nötig
Ferrexpo beantragt Handelsaussetzung in London. Fehlender Jahresbericht und stockende Kapitalerhöhung gefährden die Zukunft des Minenbetreibers.

Kurz zusammengefasst
- Handelsstopp an der Londoner Börse
- Fehlender testierter Jahresbericht 2025
- Liquidität bis August 2026 gefährdet
- Kapitalerhöhung von 100 Mio. USD nötig
Die Aktien des Eisenerzproduzenten Ferrexpo sind von der Londoner Börse verschwunden. Das Unternehmen hat die Aussetzung zum 1. Mai 2026 selbst beantragt. Der Grund ist eine brisante Mischung: Der Finanzbericht für 2025 fehlt, und eine lebenswichtige Kapitalerhöhung stockt.
Die Zeit drängt massiv. Bis Ende August dieses Jahres könnten die liquiden Mittel vollständig aufgebraucht sein. Mitte April meldete der Konzern nur noch zugängliche Reserven von rund 17 Millionen US-Dollar. Ohne frisches Geld droht den Aktionären laut dem Verwaltungsrat der Totalverlust.
Der operative Betrieb in der Ukraine steht unter enormem Druck. Der anhaltende Konflikt, zerstörte Logistikketten und akute Energieengpässe belasten das Geschäft schwer. Angriffe auf das ukrainische Stromnetz zwangen Ferrexpo im ersten Quartal sogar zu einem vorübergehenden Produktionsstopp.
Suche nach dem Rettungsanker
Um den Betrieb für die nächsten anderthalb Jahre zu sichern, benötigt das Management mindestens 100 Millionen US-Dollar. Zwar gab es unverbindliche Interessensbekundungen institutioneller Investoren für eine Rekapitalisierung. Ein Abschluss kam bis Ende April allerdings nicht zustande.
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Die Rückkehr aufs Parkett ist an strenge Bedingungen geknüpft. Die Aussetzung bleibt bestehen, bis der testierte Jahresbericht vorliegt. Die Prüfer verlangen dafür zwingend eine gesicherte Finanzierung, um die Fortführungsprognose des Unternehmens zu rechtfertigen. Wann der Handel wieder startet, ist völlig offen.
Als Exporteur von hochwertigen Eisenerzpellets ist das Unternehmen eng an die globale Stahlnachfrage gekoppelt. Vor der Aussetzung schloss die Aktie bei knapp 29 Pence.
Die nächsten formellen Termine sind die Hauptversammlung im Mai und die Halbjahreszahlen im August 2026. Bis dahin muss das Management eine belastbare Restrukturierung vorlegen, um den operativen Betrieb aufrechtzuerhalten.
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