Ferrexpo Aktie: Berufungsgericht entscheidet am 20. Mai über Anteilsperrung
Eisenerzproduzent Ferrexpo kämpft mit ausgesetztem Handel, fehlender Prüfung und einem juristischen Konflikt um Anteilssperren.

Kurz zusammengefasst
- Handel in London ausgesetzt
- Rechtsstreit um gesperrte Aktien
- Liquidität nur bis August
- Produktion um 72 Prozent eingebrochen
Der Handel in London ruht, die Kassen leeren sich und vor ukrainischen Gerichten tobt ein Streit um die Eigentümerstruktur. Bei Ferrexpo verdichten sich die Krisenherde. Der Eisenerzproduzent steht vor entscheidenden Wochen, in denen juristische und finanzielle Hürden über die Zukunft des Unternehmens entscheiden.
Juristisches Tauziehen um gesperrte Aktien
Am heutigen Freitag läuft eine kritische Frist vor dem Nördlichen Wirtschaftsberufungsgericht in der Ukraine ab. Sämtliche Parteien müssen ihre formellen Stellungnahmen zu einer weitreichenden Verfügung einreichen. Diese gerichtliche Anordnung blockiert aktuell den Verkauf von Anteilen innerhalb der Eigentümerstruktur von Ferrexpo.
Ausgelöst hat das Verfahren der größte Aktionär Fevamotinico S.a.r.l., der knapp die Hälfte der Anteile hält. Die Gesellschaft will die Sperre aufheben lassen. Sie argumentiert, erst Anfang des Jahres aus Gerichtsakten von der Verfügung erfahren zu haben, obwohl diese ihre Rechte massiv einschränkt. Die Blockade erschwert Ferrexpo mögliche Kapitalmaßnahmen oder Zweitnotierungen erheblich.
Finanzielle Notlage und ausgesetzter Handel
Frisches Kapital ist für den Konzern überlebenswichtig. Seit dem 1. Mai ruht der Aktienhandel an der Londoner Börse. Ferrexpo konnte den testierten Jahresabschluss für 2025 nicht fristgerecht vorlegen. Die Wirtschaftsprüfer verweigern das Testat zur Unternehmensfortführung, solange eine geplante Kapitalerhöhung über 100 Millionen US-Dollar nicht gesichert ist.
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Die Zeit drängt massiv. Mitte April verfügte die Gruppe lediglich über liquide Mittel von rund 20 Millionen US-Dollar. Ohne die erfolgreiche Finanzierungsrunde reichen diese Reserven nach Angaben des Managements voraussichtlich nur noch bis Ende August. Kein Wunder, dass Investoren zunehmend nervös auf die Liquiditätslage blicken.
Operativer Einbruch
Parallel dazu belasten die massiven Kriegsauswirkungen das operative Geschäft. Im ersten Quartal brach die kommerzielle Produktion im Vorjahresvergleich um 72 Prozent ein. Ferrexpo förderte nur noch rund 593.000 Tonnen Eisenerz. Gezielte Angriffe auf die ukrainische Strominfrastruktur hatten weite Teile der Anlagen lahmgelegt. Erst Ende Februar gelang dem Unternehmen ein eingeschränkter Neustart der Produktionslinien.
Der nächste Meilenstein folgt am 20. Mai. Dann verhandelt das Berufungsgericht in der Ukraine offiziell über die blockierten Anteile. Fällt die Sperre, gewinnt Ferrexpo zumindest an der Strukturfront Handlungsspielraum für die drängende Refinanzierung.
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