Ferrexpo Aktie: Insolvenz-Schock

Ein ukrainisches Gericht hat ein Insolvenzverfahren gegen die Haupttochter von Ferrexpo eröffnet, was zu einem Kurssturz von fast 30 Prozent führte. Das Unternehmen will Berufung einlegen.

Kurz zusammengefasst:
  • Gericht eröffnet Insolvenz gegen Kerntochtergesellschaft
  • Aktie verliert fast 30 Prozent an Wert
  • Forderung basiert auf umstrittenen Bürgschaften
  • Unternehmen kündigt Berufung gegen Entscheidung an

Ein ukrainisches Gericht hat ein Insolvenzverfahren gegen die wichtigste Tochtergesellschaft des Eisenerzproduzenten Ferrexpo eröffnet. Die Nachricht schickte die Aktie auf Talfahrt und löste einen Kurssturz von fast 30 Prozent aus. Im Zentrum steht ein juristischer Konflikt um Milliardenforderungen, der sich trotz eines laufenden Revisionsverfahrens vor dem Obersten Gerichtshof massiv zugespitzt hat.

Umstrittene Bürgschaften belasten Tochter

Das Verfahren gegen Ferrexpo Poltava Mining (FPM) wurde durch die Maxi Capital Group initiiert. Die Forderung beläuft sich auf rund 4,7 Milliarden Hrywnja und resultiert aus angeblichen Bürgschaften für die Bank „Finance and Credit“, die sich bereits seit 2015 in Liquidation befindet. Überraschend kam die Entscheidung des Gerichts in Poltava vor allem deshalb, weil der Oberste Gerichtshof der Ukraine die Vollstreckung dieser Forderungen im April 2024 eigentlich untersagt hatte.

Ferrexpo

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Ferrexpo hält den Anspruch weiterhin für unbegründet und wird innerhalb der gesetzlichen Zehn-Tages-Frist Berufung einlegen. Kann das Unternehmen die Entscheidung der Vorinstanz noch rechtzeitig anfechten? Eine Berufung hat nach aktuellem Stand keine aufschiebende Wirkung auf das bereits laufende Insolvenzverfahren.

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Kurssturz und operativer Ausblick

Die Marktreaktion fiel mit einem Minus von knapp 30 Prozent heftig aus. Das Gericht hat bereits einen Insolvenzverwalter bestellt, dennoch bleibt die bestehende Geschäftsführung von FPM vorerst im Amt und führt den Betrieb fort. Das Unternehmen betonte, dass der operative Ablauf durch die rechtlichen Entwicklungen aktuell nicht unterbrochen sei.

Finanziell hat Ferrexpo bereits vorgesorgt und für die gesamte Forderungssumme Rückstellungen gebildet. Dennoch bleibt die Unsicherheit hoch, da der zeitliche Rahmen des Verfahrens und die potenziellen Auswirkungen stark von künftigen gerichtlichen Schritten abhängen. In den kommenden Tagen ist mit der offiziellen Einreichung der Berufung zu rechnen, die über den weiteren Fortgang des Rechtsstreits entscheiden wird.

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