First Majestic Silver: 13–14,4 Mio. Unzen 2026 geplant
First Majestic senkt die Silberförderung bewusst, um die Profitabilität zu steigern. Ein Goldprojekt in Nevada und eine solide Bilanz stützen die Strategie.

Kurz zusammengefasst
- Produktionsrückgang auf 13 bis 14,4 Mio Unzen
- Fokus auf hochmargige Erzqualität
- Investition von 75 Mio Dollar in Nevada
- Umsatzabhängige Dividende für Aktionäre
Weniger fördern, aber profitabler — First Majestic Silver verfolgt 2026 eine Strategie, die auf den ersten Blick paradox wirkt. Der Silberproduzent dreht bewusst an der Produktionsschraube nach unten, um die Rentabilität seiner mexikanischen Minen zu schonen und gleichzeitig ein Goldprojekt in Nevada hochzufahren.
Die Aktie notiert aktuell bei 17,48 Euro, ein Plus von gut zwei Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 28 Prozent zugelegt — allerdings liegt der Kurs noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 27,02 Euro aus dem Februar.
Produktionsziel bewusst gesenkt
Für das Gesamtjahr 2026 plant First Majestic zwischen 13,0 und 14,4 Millionen Unzen Silber zu fördern. Das ist weniger als die 15,4 Millionen Unzen, die 2025 produziert wurden. Das Management nennt das Prinzip „Margin over Volume“: Durch die Anhebung der sogenannten Cut-off-Grades — also der Mindesterzqualität, ab der ein Abbau wirtschaftlich ist — sollen die Flaggschiff-Assets in Mexiko länger betrieben und nur hochmargiges Material verarbeitet werden.
Das Konzept ist nicht neu in der Bergbaubranche, aber es erfordert Disziplin. Wer weniger fördert, braucht einen höheren Silberpreis, um die Fixkosten zu decken — ein Risiko, das First Majestic mit seiner aktuellen Bilanz gut abfedern kann.
Kassenbestand und Nevada-Projekt
Das Unternehmen verfügt nach den Jahreszahlen 2025 über liquide Mittel von rund 938 Millionen Dollar bei einer Eigenkapitalquote, die eine Verschuldungsquote von nur etwa 9,2 Prozent impliziert. Ein Großteil dieser Mittel fließt in die Entwicklung der Jerritt Canyon Goldmine im US-Bundesstaat Nevada.
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Dort läuft ein Investitionsprogramm über 75 Millionen Dollar, das Untertageentwicklung und Anlagenmodernisierungen umfasst. Eine Vormachbarkeitsstudie für den Neustart ist für das vierte Quartal 2026 geplant, die vollständige Produktion soll in der zweiten Hälfte 2027 anlaufen.
Analysten und Dividende
HC Wainwright bewertet die Aktie mit „Buy“ und einem Kursziel von 30,00 Dollar — und verweist dabei auf die operative Hebelwirkung steigender Silberpreise und die verlängerte Minenlebensdauer. Der Analysten-Konsens liegt beim Medianwert von 25,00 Dollar.
Ferner zahlt First Majestic eine umsatzgebundene Dividende: Zwei Prozent des Umsatzes werden an Aktionäre ausgeschüttet — ein Modell, das Kapitalrückflüsse mit Bilanzstabilität verbindet. Am 12. Mai 2026 legt das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal vor und gibt die nächste Dividendenzahlung bekannt. Dann zeigt sich auch, ob die Margenstrategie erste messbare Spuren in den Ergebnissen hinterlässt.
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