First Phosphate Aktie: Regierungswechsel belebt Genehmigungsverfahren
First Phosphate wartet auf die Energiezuteilung; Projektmeilensteine reichen von der Machbarkeitsstudie 2027 bis zur geplanten Produktion 2029.

Kurz zusammengefasst
- Energiezuteilung für Anlage noch offen
- Sandra Rossignol startet am 1. November
- Machbarkeitsstudie für 2027 vorgesehen
- Minenproduktion für 2029 angestrebt
Die politische Neuordnung in der kanadischen Provinz Québec könnte Bewegung in die behördlichen Prozesse rund um First Phosphate bringen. Medienberichten vom Dienstag zufolge sieht der Kolumnist Richard Banford veränderte Rahmenbedingungen für das Unternehmen. Hintergrund ist ein Regierungswechsel in der Provinz, nachdem die vorherige Administration das Projekt über Monate hinweg kaum vorangetrieben hatte.
Verzögerungen nach Northvolt-Kollaps
Das Unternehmen hatte im vorangegangenen Jahr keine Rückmeldungen von den zuständigen Ministerien in Québec erhalten. Medienberichten zufolge ging diese Zurückhaltung auf das Scheitern des Großprojekts von Northvolt zurück. Die frühere Regierung schlug daraufhin einen deutlich vorsichtigeren Kurs bei energieintensiven Industrievorhaben ein.
Für First Phosphate hatte diese behördliche Blockade spürbare Folgen. Das Unternehmen wartet weiterhin auf die Bestätigung einer Energiezuteilung für die am Hafen von Saguenay geplante Verarbeitungsanlage für Phosphorsäure.
Regionale Verstärkung und Projektfahrplan
Um die Beziehungen zu Politik und Verwaltung zu intensivieren, setzt First Phosphate auf lokale Expertise. Sandra Rossignol, die bisherige Leiterin der Handels- und Industriekammer Saguenay-Le Fjord, wechselt am 1. November als Direktorin für Strategie und öffentliche Angelegenheiten zum Unternehmen. Ihre Aufgabe dürfte vor allem in der Begleitung der anstehenden Genehmigungsschritte liegen.
Parallel dazu treibt das Management die Planungen für die LFP-Batterielieferkette voran. Im ersten Quartal 2027 soll der Eintritt in die Machbarkeitsstudie erfolgen. Die Umweltarbeiten sollen im zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Zeitplan bis zur Produktion
Für Anfang 2028 plant das Unternehmen das Einreichen der offiziellen Genehmigungsanträge. Bis Mitte 2028 strebt First Phosphate eine finale Investitionsentscheidung an. Das langfristige Ziel bleibt der Start der eigenen Minenproduktion im Jahr 2029.
An der Börse notiert die Aktie heute bei 1,20 Euro und liegt damit auf Tagessicht mit 1,6 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus des Papiers auf 70 Prozent. Ob sich die optimistischere Einschätzung bezüglich der Provinzpolitik bestätigt, hängt nun vor allem von handfesten Reaktionen der neuen Behördenführung ab.
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