First Solar Aktie: 64 Gigawatt Auftragsbestand
First Solar verzeichnet Rekordaufträge, leidet aber unter neuen US-Importzöllen und einer Großstornierung. Die Aktie gab zuletzt deutlich nach.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsbestand von 64 Gigawatt
- Neue Zölle belasten Auslandsproduktion
- BP-Tochter storniert Großauftrag
- Aktie verliert 17,7 Prozent im Monat
Volle Auftragsbücher treffen auf harten politischen Gegenwind. First Solar steckt aktuell in einer volatilen Phase. Während die Nachfrage nach heimischer Solartechnik boomt, bremsen neue Importzölle das internationale Geschäft aus.
Das Fundament steht stabil. Das Unternehmen blickt auf einen Auftragsbestand von 64 Gigawatt. Diese Pipeline hat einen Wert von rund 18,5 Milliarden US-Dollar. Sie sichert dem Konzern langfristig planbare Umsätze.
Das ist in der schwankungsanfälligen Solarbranche selten. First Solar nutzt eine spezielle Dünnschicht-Technologie. Diese arbeitet unabhängig von chinesischen Lieferketten für Silizium. Das schützt vor politischer Willkür in Asien.
Hohe Zölle belasten Auslandswerke
Der Druck kommt von der Handelspolitik. Neue Zölle verteuern Importe aus Vietnam um bis zu 46 Prozent. Lieferungen aus Malaysia kosten nun 24 Prozent mehr. Damit verlieren diese Standorte ihre Wirtschaftlichkeit.
Das Management prüft nun, Fabriken im Ausland stillzulegen. Parallel dazu platzte ein Großauftrag. Eine Tochtergesellschaft von British Petroleum stornierte 6,6 Gigawatt an Kapazitäten. Das belastet die Stimmung spürbar.
Der Aktienkurs reagierte deutlich. Er verlor im letzten Monat rund 17,72 Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 32,6 eine überverkaufte Lage.
Zahlen zum Monatsende
Anleger blicken nun auf die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn zwischen 2,74 und 2,99 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll rund 1,06 Milliarden US-Dollar erreichen.
Die Veröffentlichung der Finanzergebnisse Ende Juli wird Klarheit schaffen. Das Management muss dann beweisen, wie schnell die US-Produktion wachsen kann. Nur so lassen sich die internationalen Ausfälle kompensieren.
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