First Solar Aktie: TD Cowen stuft auf Strong Buy hoch
TD Cowen stuft First Solar hoch; zugleich klagt der Konzern wegen eines Patents gegen JA Solar und American Panel Solutions.

Kurz zusammengefasst
- TD Cowen vergibt Strong-Buy-Einstufung
- KeyBanc hebt Bewertung auf Sector Weight
- First Solar reicht TOPCon-Patentklage ein
- Technikvorstand verkauft 800 Aktien planmäßig
Am US-Solarmarkt mehren sich die Stimmen, die nach den jüngsten Kursverlusten von First Solar eine Trendwende für möglich halten. Das US-Analysehaus TD Cowen stufte die Aktie am Montag auf „Strong Buy“ hoch.
Zuvor hatte bereits KeyBanc am 28. September die Einstufung von „Underweight“ auf „Sector Weight“ angehoben. KeyBanc begründete diesen Schritt mit einem bewertungsbedingt begrenzten Abwärtspotenzial für den Titel, wenngleich die Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben.
An der Börse notierte das Papier am gestrigen Mittwoch zum Handelsschluss bei 160,60 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf 30 Prozent.
Operativer Gegenwind und juristische Auseinandersetzung
Die Zurückhaltung der Investoren in den vergangenen Wochen hatte handfeste operative Gründe. Medienberichten zufolge geriet die Aktie vor allem durch hohe Lagerbestände an Solarmodulen in den USA, eine verlangsamte Umsetzung neuer Solarprojekte sowie einen spürbaren Preisdruck in die Defensive. Hinzu kam anhaltende regulatorische Unsicherheit im Zusammenhang mit neuen Zöllen auf Solarkomponenten.
Parallel zu dieser Branchenbelastung geht das Unternehmen juristisch in die Offensive. Vor dem US-Bezirksgericht für den Bezirk Delaware reichte First Solar eine Patentklage ein. Laut Reuters richtet sich das Verfahren gegen JA Solar Technology, mehrere verbundene Einheiten des chinesischen Herstellers sowie gegen American Panel Solutions.
Gegenstand der Klage ist das US-Patent Nummer 9.130.074, das Verfahren zur Herstellung von TOPCon-Solarzellen schützt. Mit diesem Schritt verlagert das Unternehmen seine Bemühungen um den Schutz geistigen Eigentums nach einer früheren ITC-Beschwerde nun verstärkt in Bundesgerichte.
Insiderverkäufe im regulierten Rahmen
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Demnach veräußerte Technikvorstand Markus Gloeckler am 1. Oktober insgesamt 800 Aktien zu einem Preis von je 174 $. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans nach der US-Börsenregel 10b5-1, der automatische Verkäufe in festen Zeitfenstern regelt.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 276,50 Euro trennt die Aktie aktuell ein Abstand von 42 Prozent. Während die operative Lage mit hohen Lagerbeständen und zögerlichen Projektstarts anspruchsvoll bleibt, setzen die positiveren Analystenurteile auf eine allmähliche Stabilisierung. Ob die gerichtliche Durchsetzung der Zellpatente First Solar zusätzlichen Rückhalt verschafft, wird der weitere Verlauf der Auseinandersetzung in Delaware zeigen.
Stand heute, 8. Oktober: First Solar – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in First Solar investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 8. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.