Der Fintech-Konzern steht vor seinem womöglich wichtigsten Quartalsbericht seit Jahren. Am Dienstag, 10. Februar, legt Fiserv die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und die Erwartungen könnten kaum angespannter sein. Nach dem Ergebnisschock im dritten Quartal und einer drastischen Prognosesenkung richtet sich der Fokus auf die Frage: War das dritte Quartal nur ein Ausrutscher oder der Beginn einer tieferen Krise?
Die Ausgangslage ist angespannt
Die Veröffentlichung erfolgt vor Börseneröffnung, eine Telefonkonferenz ist für 8 Uhr ET angesetzt. Der Zeitpunkt ist brisant: Im dritten Quartal hatte das Unternehmen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,04 Dollar die Erwartungen der Wall Street um etwa 23 Prozent verfehlt. Auch der Umsatz lag rund 8 Prozent unter den Prognosen.
Die Reaktion des Managements folgte prompt und deutlich. Nach einer im zweiten Quartal noch optimistischen Prognose von rund 10 Prozent Umsatzwachstum und einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 10,15 und 10,30 Dollar für das Gesamtjahr korrigierte Fiserv die Erwartungen massiv nach unten: auf ein organisches Umsatzwachstum von lediglich 3,5 bis 4 Prozent und einen Gewinn je Aktie zwischen 8,50 und 8,60 Dollar.
Zentrale Kennzahlen:
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- Geschäftsjahr 2024 Umsatz: 20,5 Milliarden Dollar
- Geschäftsjahr 2024 Nettogewinn: 3,13 Milliarden Dollar
- S&P 500 Mitglied: Ja
Strategische Initiativen in schwierigem Umfeld
Trotz der finanziellen Herausforderungen hat Fiserv in den vergangenen Wochen mehrere Partnerschaften geschlossen. Ende Januar erweiterte das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit ServiceNow, um KI-gestützte Transformationsprozesse zu beschleunigen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Fiserv die Now Assist-Plattform von ServiceNow für Finanzdienstleistungen und IT-Service-Management ausweitet.
Weitere Kooperationen folgten: Am 26. Januar kündigte Fiserv eine Partnerschaft mit Affirm an, um flexible Zahlungsoptionen für Debitkarten anzubieten. Fünf Tage zuvor hatte das Unternehmen die Einführung von Clover-Produkten in Japan durch eine Zusammenarbeit mit Sumitomo Mitsui Card Company bekannt gegeben. Anfang Januar war bereits eine Kooperation mit Microsoft zur Beschleunigung KI-gesteuerter Innovationen kommuniziert worden.
Was kommt nach den Zahlen?
Das Unternehmen hat für die erste Jahreshälfte 2026 einen Investorentag angekündigt. Dort dürfte das Management seinen „One Fiserv“-Aktionsplan detaillierter vorstellen – ein Programm, das die jüngsten operativen Schwierigkeiten adressieren soll. Anleger werden genau beobachten, ob die Quartalszahlen erste Anzeichen für eine Stabilisierung liefern oder ob weiterer Gegenwind droht.
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