Fiserv Aktie: Stabil in Bewegung

Fiserv startet mit Clover in Japan und profitiert von steigenden US-Transaktionsvolumen, während die Aktie nach einem starken Wertverlust konsolidiert.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategische Partnerschaft für Markteintritt in Japan
  • Starke US-Transaktionsvolumen stützen das Kerngeschäft
  • Aktie nach 68 Prozent Verlust im Vorjahr stabilisiert
  • Gemischte Analysteneinschätzungen bei niedrigem KGV

Fiserv zeigt sich zum Wochenschluss vergleichsweise robust. Während Teile des Zahlungssektors unter Druck stehen, behauptet sich die Aktie rund um die Marke von 67 Dollar. Im Mittelpunkt steht eine strategisch wichtige Expansion nach Japan – und die Frage, ob die deutliche Neubewertung der vergangenen zwölf Monate damit eine Grundlage für Stabilisierung gefunden hat.

  • Schlusskurs gestern: 67,56 US-Dollar (+0,24 %)
  • 52-Wochen-Tief: 59,56 US-Dollar
  • 1-Jahres-Performance: ca. –68 %
  • Marktkapitalisierung: rund 36,25 Mrd. US-Dollar
  • KGV aktuell: etwa 10,45

Japan-Expansion und Branchendaten

Kern der aktuellen Story ist der Einstieg in den japanischen Markt. Fiserv hat eine strategische Partnerschaft mit der Sumitomo Mitsui Card Company bestätigt. Gemeinsam bringen beide das Kassensystem und Bezahllösungspaket „Clover“ nach Japan. Ziel ist es, die Zahlungsabwicklung bei Händlern zu digitalisieren und dabei auf das dichte Netz von Sumitomo Mitsui im Heimatmarkt zu setzen. Marktbeobachter sehen darin einen wichtigen Baustein, um die starke US-Abhängigkeit der Erlöse schrittweise zu reduzieren.

Fiserv

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Rückendeckung kommt von aktuellen Branchendaten: Laut All Payments News stiegen die Kreditkarten-Transaktionsvolumina in den USA 2024 auf 6,136 Billionen US-Dollar, ein Plus von 5,3 % im Jahresvergleich. Als großer Zahlungsabwickler profitiert Fiserv direkt von dieser Volumenausweitung.

Im Sektor zeigt sich allerdings ein gemischtes Bild. Wettbewerber Fidelity National Information Services (FIS) rutschte gestern auf ein neues 52-Wochen-Tief um 60,60 US-Dollar. Hintergrund ist die laufende Neuaufstellung rund um den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Worldpay, die den Kurs belastet.

Institutionelle Investoren: Gegenläufige Bewegungen

Auch auf der institutionellen Seite gab es jüngst Bewegung. Univest Financial Corp hat seine Position im dritten Quartal 2025 deutlich ausgebaut und die Zahl der gehaltenen Fiserv-Aktien um mehr als 3.000 % auf 45.362 Stück erhöht. Auf der anderen Seite reduzierte Wendell David Associates sein Engagement leicht und trennte sich von rund 19.000 Aktien, hält aber weiterhin ein Paket im Wert von über 14 Mio. US-Dollar.

Diese gegenläufigen Entscheidungen zeigen, dass die aktuelle Bewertung sehr unterschiedlich interpretiert wird – zumal der Kursverlauf der vergangenen zwölf Monate außergewöhnlich deutlich nach unten weist.

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Bewertung und Marktbild

Die Aktie hat in einem Jahr rund 68 % an Wert verloren. Von Kursen oberhalb von 206 US-Dollar im Januar 2025 ging es bis in den Bereich um 67 US-Dollar. Damit hat sich das Bewertungsniveau stark verändert. Auf Basis der aktuellen Gewinne liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis nur noch bei etwa 10,45.

Dieses Niveau wirkt im historischen Vergleich eher niedrig und deutet darauf hin, dass wesentliche Belastungsfaktoren bereits eingepreist sein könnten. Gleichzeitig bleibt das operative Kerngeschäft im Zahlungsverkehr profitabel und erhält mit der Japan-Expansion einen zusätzlichen Wachstumstreiber. Die Diskrepanz zwischen dem starken Kursrückgang und einem weiterhin intakten Transaktionsgeschäft prägt das derzeitige Bild der Aktie.

Ausblick und Erwartungen

Mit Blick nach vorn rückt der nächste Quartalsbericht in den Vordergrund. Dann dürfte erstmals besser erkennbar werden, welchen kurzfristigen Beitrag die Einführung von Clover in Japan leistet und wie sich die anhaltend hohen Transaktionsvolumina in den USA in den Zahlen niederschlagen.

Auf Analystenseite ist das Stimmungsbild gemischt: Jefferies & Co. und TD Cowen haben ihre „Neutral“-Einstufung im Januar bestätigt, während Mizuho Securities und Tigress Financial ihre „Buy“-Einschätzungen erneuert haben und damit den langfristigen Wert der Aktie betonen.

Charttechnisch hält sich der Kurs oberhalb des 52-Wochen-Tiefs von 59,56 US-Dollar. Ob sich der Bereich um 67 US-Dollar als tragfähige Basis für eine Erholung etabliert, hängt maßgeblich davon ab, ob die kommenden Quartalszahlen die Wachstumsstory im internationalen Geschäft und die Stabilität der Transaktionsvolumina untermauern.

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