Nach einem beispiellosen Kurssturz von fast 50 Prozent sucht der Fintech-Konzern Fiserv händeringend nach neuen Wachstumsimpulsen. Das Unternehmen verkündete nun eine vertiefte Partnerschaft mit dem „Buy Now, Pay Later“-Spezialisten Affirm, um das Ruder herumzureißen. Kann dieser strategische Schritt das massiv beschädigte Vertrauen der Anleger wiederherstellen?
Die Last der Vergangenheit
Die Ausgangslage für Fiserv ist prekär. Das Unternehmen leidet noch immer unter den Folgen des katastrophalen Berichts zum dritten Quartal 2025. Damals verfehlte der bereinigte Gewinn pro Aktie die Erwartungen der Wall Street um fast 23 Prozent, während der Umsatz acht Prozent unter den Prognosen blieb.
Als Reaktion darauf musste das Management den Ausblick für das Gesamtjahr 2025 drastisch kappen. Diese Hiobsbotschaft schockte die Investoren und schickte die Aktie auf Talfahrt. Seit diesem Ereignis notiert der Titel rund 48 Prozent im Minus.
Integration als Wachstumstreiber
Die nun angekündigte Kooperation mit Affirm ist eine direkte Antwort auf diese Krise. Fiserv ermöglicht es seinen Tausenden von Bankkunden und Kreditgenossenschaften in den USA, Ratenzahlungsoptionen direkt in deren Debitkarten-Programme zu integrieren. Finanzinstitute müssen dadurch keine eigenen Kreditprodukte entwickeln, sondern können auf eine technische Komplettlösung zurückgreifen.
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Die Zusammenarbeit zielt auf die wachsende Nachfrage nach flexiblen Zahlungsmodellen ab:
- Technische Komplettlösung: Fiserv und Affirm übernehmen die Integration, was Banken eine schnelle Implementierung ermöglicht.
- Stärkung des Ökosystems: Durch die Einbettung der Funktionen in bestehende Debit-Programme sollen Kunden davon abgehalten werden, zu externen Anbietern abzuwandern.
- Netzwerkzugang: Konsumenten können die Zahlungsoptionen von Affirm überall dort nutzen, wo ihre Debitkarte akzeptiert wird.
- Transparenz: Karteninhaber erhalten die Möglichkeit, Einkäufe in feste Raten aufzuteilen, ohne versteckte Gebühren fürchten zu müssen.
Fokus auf Sanierung
Dieser Vorstoß erfolgt inmitten eines tiefgreifenden Konzernumbaus. Nach Fehlkalkulationen bei der Clover-Sparte (Point-of-Sale) und Problemen im Bankgeschäft musste das organische Umsatzziel für 2025 von ursprünglich zehn Prozent auf eine Spanne von 3,5 bis 4 Prozent gesenkt werden. Unter dem Aktionsplan „One Fiserv“ versucht die neue Führung nun, das Geschäft auf die Kernstärken zu fokussieren und die Kundenbeziehungen zu stabilisieren.
Ob diese Maßnahmen schnell genug greifen, wird sich schon in Kürze zeigen. Am 10. Februar legt Fiserv die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Diese Daten werden den entscheidenden Hinweis darauf geben, ob sich das Geschäft stabilisiert hat oder ob Anleger weitere Geduld aufbringen müssen.
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