Foot Locker Aktie: 6,4 Prozent Plus in den USA
Foot Locker meldet erstmals wieder ein Plus bei vergleichbaren Umsätzen. Das Fast-Break-Programm treibt die Erholung an, während Umbaukosten die Bilanz belasten.

Kurz zusammengefasst
- Erstes Umsatzplus seit 2024
- Fast-Break-Programm als Wachstumstreiber
- Jahresprognose leicht nach oben korrigiert
- Sonderkosten durch Umbau und Vergleich
Foot Locker zeigt nach langer Schwäche wieder Leben. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legten die vergleichbaren Umsätze weltweit um 0,6 Prozent zu — erstmals wieder ein Plus seit dem vierten Quartal 2024. Besonders stark lief das Geschäft in den USA.
Dort stiegen die vergleichbaren Verkäufe um 6,4 Prozent. Zugleich meldete die Kette einen operativen Gewinn von rund 18 Millionen Dollar. Für eine Marke, die zuletzt vor allem mit sinkender Dynamik und Umbaukosten verbunden war, ist das ein wichtiger Stimmungswechsel.
Umbau zeigt Wirkung
Ein zentraler Treiber ist das „Fast Break“-Programm. Rund 100 Filialen wurden bereits nach dem neuen Konzept umgebaut. Die Läden setzen auf klarere Präsentation und eine kuratiertere Auswahl.
Genau dort sieht Foot Locker erste Erfolge. Die umgebauten Standorte erzielten im Quartal zweistellige Zuwächse bei den vergleichbaren Verkäufen. Dick’s Sporting Goods will das Modell bis zur Back-to-School-Saison auf etwa 250 Standorte von Foot Locker, Kids Foot Locker und Champs weltweit ausweiten.
Prognose wird angehoben
Die Zahlen schlagen auch in der Planung durch. Dick’s Sporting Goods hebt die Untergrenze der Jahresprognose für das vergleichbare Umsatzwachstum des Foot-Locker-Geschäfts auf 1,5 bis 3 Prozent an. Zuvor hatte die Spanne bei 1 bis 3 Prozent gelegen.
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Parallel dazu belastet die Übernahme weiter die Bilanz. In den drei Monaten bis zum 2. Mai fielen rund 96,5 Millionen Dollar an Sonderkosten an. Davon entfielen 53,8 Millionen Dollar auf Abfindungen und Filialschließungen, weitere 42,7 Millionen Dollar auf den Abverkauf von Lagerbeständen.
Auch juristisch abgewickelt
Hinzu kommt ein Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC. Foot Locker zahlte 148.000 Dollar, nachdem Vorwürfe im Raum standen, das Unternehmen habe ausscheidende Mitarbeiter beim Bezug von Abfindungen auf mögliche Whistleblower-Prämien verzichten lassen.
Für Foot Locker ist das ein doppelter Prüfstein: Das operative Geschäft stabilisiert sich, während der Umbau weiter Geld kostet. Entscheidend wird nun, ob die ausgeweitete „Fast Break“-Strategie das jüngere Plus in den kommenden Quartalen in breiteres Wachstum übersetzen kann.
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