Freeport-McMoRan Aktie: Morgan Stanley senkt auf $66
Freeport-McMoRan übertrifft Gewinnerwartungen, senkt aber wegen Verzögerungen in der Grasberg-Mine die Jahresprognose. Analysten sind uneins.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn übertrifft Analystenerwartungen deutlich
- Kupferabsatz-Prognose für 2026 gesenkt
- Grasberg-Mine erreicht volle Kapazität erst 2027
- Aktie verliert nach Prognosekorrektur an Wert
Freeport-McMoRan liefert glänzende Quartalszahlen, allerdings wachsen die Sorgenfalten bei den Analysten. Während der Kupferriese die Gewinnerwartungen deutlich übertraf, dämpfen Verzögerungen in der indonesischen Grasberg-Mine die Stimmung. Der Markt reagiert nervös auf die Aussicht, dass die volle Kapazität erst in weiter Ferne liegt.
Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 0,57 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 0,47 US-Dollar gerechnet. Auch der Umsatz lag mit 6,23 Milliarden US-Dollar über den Markterwartungen.
Produktionsbremse in Indonesien
Trotz des finanziellen Erfolgs korrigiert das Management die Erwartungen für das Gesamtjahr nach unten. Die wichtige Grasberg-Mine leidet noch immer unter den Folgen einer massiven Betriebsstörung aus dem Vorjahr. CEO Kathleen Quirk priorisiert zwar die Wiederherstellung, jedoch wird die volle Kapazität voraussichtlich erst Ende 2027 erreicht.
Infolge dieser Verzögerungen senkte Freeport die Prognose für den Kupferabsatz im Jahr 2026. Statt der ursprünglich geplanten 3,4 Milliarden Pfund rechnet das Unternehmen nun mit 3,1 Milliarden Pfund. Diese Reduzierung wiegt schwer, da Kupfer als Schlüsselmetall für die globale Energiewende gilt.
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Gespaltene Analystenlager
Die Investmentbanken bewerten die Lage unterschiedlich. Morgan Stanley stufte die Aktie auf „Equal Weight“ herab und senkte das Kursziel auf 66 US-Dollar. Im Gegensatz dazu hob UBS das Ziel auf 74 US-Dollar an und verwies auf den starken Cashflow trotz der indonesischen Engpässe. BNP Paribas Exane bleibt mit einem Ziel von 71 US-Dollar ebenfalls optimistisch.
An der Börse hinterließ die Unsicherheit bereits Spuren. Die Aktie verlor binnen sieben Tagen knapp sieben Prozent und notiert aktuell bei 49,49 Euro. Damit hat sich das Papier deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch bei 59,12 Euro entfernt, das erst Mitte April erreicht wurde.
Insiderverkäufe von rund 565.000 Aktien in den letzten 90 Tagen sorgen für zusätzliche Vorsicht am Markt. Trotz einer hohen institutionellen Quote von über 80 Prozent bleibt die Aktie anfällig für Korrekturen, solange die vollständige Wiederaufnahme der Förderung in Indonesien nicht gesichert ist.
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