Kupfer durchbrach Anfang Januar 2026 die psychologisch wichtige Marke von 13.000 US-Dollar pro Tonne und markierte damit ein neues Allzeithoch. Nach einem Preisanstieg von rund 44 Prozent im Jahr 2025 stellt sich die Frage: Ist das bereits die Spitze oder steht der Boom erst am Anfang?
Die Antwort liefern die Produktionszahlen. Die globale Kupferproduktion erreichte 2025 etwa 28 Millionen Tonnen – davon 23 Millionen aus dem Bergbau und 5 Millionen aus Recycling. Doch die Nachfrage lag bereits bei 34 Millionen Tonnen. Eine Lücke von 6 Millionen Tonnen, die nur durch Lagerbestände geschlossen werden konnte.
Die Versorgungslage spitzt sich dramatisch zu
Die Minenproduktion konzentriert sich auf wenige Länder. Chile führt mit 23 Prozent der weltweiten Förderung, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo mit 14 Prozent und Peru mit 12 Prozent. Auf Unternehmensebene dominieren Codelco und BHP mit jeweils 6 Prozent, während Freeport-McMoRan etwa 4 Prozent der globalen Minenproduktion beisteuert.
Das Problem: Die Produktion wächst kaum noch. 2025 lag die Ausfallquote bei über 5 Prozent durch technische Probleme, Wetter, Streiks und Verzögerungen bei großen Projekten wie Grasberg, Kamoa-Kakula und El Teniente. Das renommierte Researchhaus Bernstein prognostiziert, dass die weltweite Kupferproduktion bereits 2030 ihren Höhepunkt erreichen wird.
Gleichzeitig explodiert die Nachfrage. China verbraucht mehr als 50 Prozent des weltweiten Kupfers – etwa 18 Millionen Tonnen im Jahr 2025. Und jetzt kommt der Gamechanger: Künstliche Intelligenz.
Rechenzentren verschlingen Kupfer
Während Elektromobilität bereits ein bekannter Nachfragetreiber ist, wird der KI-Boom nun als der entscheidende Faktor für eine mindestens 15 Jahre anhaltende Kupfer-Rallye identifiziert. Rechenzentren für künstliche Intelligenz sind extrem kupferintensiv. Allein die KI-Infrastruktur könnte die Nachfrage massiv in die Höhe treiben.
S&P Global rechnet bis 2040 mit einem Nachfrageanstieg um 50 Prozent auf 42 Millionen Tonnen. Dem steht eine stagnierende Produktion gegenüber. Das Ergebnis: ein drohendes Defizit von rund 10 Millionen Tonnen bis 2040. Bernstein sieht die Kupferknappheit bereits 2027 beginnen und sich bis 2050 verschärfen.
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Washington macht Kupfer zur Chefsache
Die USA haben 2025 offiziell reagiert. Kupfer wurde zur strategischen Frage der nationalen Sicherheit erklärt – basierend auf Abschnitt 232 des US-Handelsgesetzes. Das ist mehr als Symbolik. Historisch folgen auf solche Proklamationen gezielte Förderprogramme, beschleunigte Genehmigungsverfahren und handelspolitische Eingriffe.
Carlos Pascual von S&P Global Energy bringt es auf den Punkt: „Kupfer ist die verbindende Kraft zwischen Maschinen, digitaler Intelligenz, Mobilität, Infrastruktur sowie Kommunikations- und Sicherheitssystemen.“
Für Unternehmen wie Freeport-McMoRan, die zu den Top-Produzenten weltweit zählen, verschiebt sich das Spielfeld fundamental. Es geht nicht mehr nur um den Spotpreis, sondern um gesicherte Lieferketten und politisch gewollte Projekte.
Die Versorgungskrise ist strukturell
Etwa 30 Prozent des konsumierten Kupfers stammen aus Recycling. Das zeigt: Die Welt ist längst auf Wiederverwertung angewiesen, um den Bedarf zu decken. Doch selbst das reicht nicht mehr. Die Minenproduktion stagniert, neue Projekte benötigen Jahre bis zur Genehmigung, und bestehende Minen stoßen an ihre Grenzen.
Wir befinden uns in einer globalen Rohstoffhausse. Energie, Metalle und kritische Mineralien steigen synchron – getrieben von Re-Industrialisierung, militärischer Aufrüstung und dem KI-Boom. In solchen Phasen verschiebt sich die Marktmacht von kurzfristigen Preisentwicklungen hin zu strategischen Versorgungslinien.
Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Welt genug Kupfer produzieren kann, um die digitale Transformation zu bewältigen. Der Preis von über 13.000 Dollar pro Tonne könnte erst der Anfang sein.
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