Friedrich Vorwerk Aktie: Talfahrt verhindern?

Der Infrastrukturspezialist meldet starke Jahreszahlen für 2025, doch der sinkende Auftragsbestand und ein vorsichtiger Ausblick belasten die Aktie.

Dr. Robert Sasse ·
Friedrich Vorwerk Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatz und operativer Gewinn verdoppelt
  • Dividende wird deutlich erhöht
  • Auftragsbestand geht zum Jahresende zurück
  • Aktie verliert fast neun Prozent

Friedrich Vorwerk hat das Rekordjahr 2025 offiziell besiegelt, doch die Bestätigung der Zahlen löst an der Börse keine Begeisterung aus. Trotz einer verdoppelten operativen Gewinnmarge und einer kräftigen Dividendenerhöhung schicken Anleger den Titel am Mittwoch auf Talfahrt. Der Markt richtet den Fokus bereits auf die nachlassende Dynamik im laufenden Geschäftsjahr.

Rekordwerte treffen auf vorsichtigen Ausblick

Im abgelaufenen Jahr 2025 steigerte der Infrastrukturspezialist seinen Umsatz um 41 Prozent auf 704,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) verdoppelte sich sogar auf 163,3 Millionen Euro. Diese Stärke schlägt sich auch in der geplanten Dividende nieder: Aktionäre sollen insgesamt 1,10 Euro je Aktie erhalten. Die Ausschüttung setzt sich aus einer Basisdividende von 0,70 Euro und einer Sonderzahlung von 0,40 Euro zusammen.

Allerdings trübt die Entwicklung des Auftragsbestands das Gesamtbild. Dieser sank zum Jahresende auf rund 1,02 Milliarden Euro, nachdem er im Vorjahr noch bei 1,19 Milliarden Euro gelegen hatte. Für das Jahr 2026 plant der Vorstand zudem ein moderateres Wachstum. Die Umsatzprognose liegt in einer Spanne von 730 bis 780 Millionen Euro – Ziele, die am Markt im Vergleich zum starken Vorjahr teilweise als zu vorsichtig gewertet werden.

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Analysten bleiben skeptisch

Die Reaktion an der Börse fiel deutlich aus: Die Aktie verlor heute rund 8,9 Prozent und notiert bei 64,50 Euro. Damit setzt sich der negative Trend seit Jahresbeginn fort, der den Kurs bereits um über 24 Prozent gedrückt hat. Analysten von Jefferies behielten zuletzt ihr „Underweight“-Rating mit einem Kursziel von 68 Euro bei. Auch mwb research bleibt bei einer Verkaufsempfehlung und verweist auf eine mögliche Normalisierung der Ergebnisse nach dem außergewöhnlich starken Schlussquartal 2025.

Anleger zweifeln offenbar daran, ob die hohe EBITDA-Marge von zuletzt 23,2 Prozent unter dem Druck steigender Kapazitätsanforderungen im Bereich der Energietransformation gehalten werden kann. Das akquirierte Gesamtprojektvolumen stieg zwar auf 990,8 Millionen Euro, konnte die Sorgen um das künftige Gewinnwachstum jedoch nicht vollständig dämpfen.

Termine und Ausblick

Die endgültige Entscheidung über die Dividende fällt auf der Hauptversammlung am 1. Juni 2026. Bis dahin wird der Markt genau beobachten, ob neue Großaufträge im Bereich des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes den rückläufigen Auftragsbestand wieder signifikant auffüllen können.

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Friedrich Vorwerk Aktie

67,00 EUR

– 3,00 EUR -4,29 %
KGV 20,48
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,43 %
Marktkapitalisierung 1,45 Mrd. EUR
ISIN: DE000A255F11 WKN: A255F1

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