FTSE 100: Bergbau bringt London in Fahrt
Starke Rohstoff- und Versorgerwerte katapultieren den britischen Leitindex auf über 10.300 Punkte. United Utilities und Rolls-Royce glänzen mit Kursgewinnen.

Kurz zusammengefasst
- FTSE 100 steigt um rund ein Prozent
- Bergbauwerte wie Endeavour Mining legen zu
- United Utilities mit fast zwölf Prozent Plus
- Standard Chartered meldet Rekordquartal
Der FTSE 100 hebt sich heute klar vom europäischen Trend ab. Während der EuroStoxx 50 leicht nachgibt, zieht der britische Leitindex um rund ein Prozent auf über 10.300 Punkte an — getragen von starken Rohstoff- und Versorger-Aktien.
Rohstoffe und Einzelwerte liefern die Schubkraft
Die Bergbaubranche übernimmt die Führungsrolle. Endeavour Mining legte gut sechs Prozent zu, Fresnillo über drei Prozent, Antofagasta knapp drei Prozent. Auch Glencore und Rio Tinto zeigten sich mit Gewinnen zwischen einem und knapp zwei Prozent fest — Glencore bekräftigte dabei seinen Produktionsausblick nach einem Quartalsergebnis, das die Erwartungen traf.
Besonders ins Auge fällt United Utilities: Der Wasserversorger schoss um fast zwölf Prozent nach oben, nachdem er besser als erwartete Jahreszahlen präsentierte, sein Investitionsprogramm ausweitete und eine Kapitalerhöhung über 800 Millionen Pfund ankündigte. Auch Severn Trent legte gut acht Prozent zu. Rolls-Royce kletterte 6,7 Prozent — der Konzern zeigte sich trotz der Belastungen durch den Nahost-Konflikt zuversichtlich für das Gesamtjahr.
Standard Chartered sticht ebenfalls hervor: Die Bank verbuchte ein Rekordergebnis im ersten Quartal und gewann daraufhin fast vier Prozent. Unilever profitierte vom Start eines 1,5 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufprogramms und legte rund 1,5 Prozent zu.
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BoE im Blick, Iran-Risiko im Hintergrund
Im Hintergrund wartet der Markt auf die Entscheidung der Bank of England. Eine Zinsänderung gilt heute als unwahrscheinlich, doch Anleger taxieren die Signale für mögliche spätere Schritte genau.
Gleichzeitig bleibt das geopolitische Umfeld angespannt. Der festgefahrene Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt den Ölpreis — Brent erreichte zeitweise den höchsten Stand seit 2022. Das befeuert zwar die Rohstoffwerte im FTSE 100, erhöht aber auch den Inflationsdruck. In der Eurozone ist die Teuerungsrate bereits auf drei Prozent gestiegen, das Wachstum bleibt schwach — ein Umfeld, das die Märkte weiterhin in Atem hält.
Auf der Verliererseite büßte Weir Group 7,3 Prozent ein, Whitbread verlor 3,2 Prozent, DCC gab 2,7 Prozent ab. Der heutige Handelstag zeigt damit ein zweigeteiltes Bild: Wer von Rohstoffen, Energie oder Rekordzahlen profitiert, steht klar im Plus — der Rest kämpft gegen den Gegenwind.
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