Fuelcell Energy Aktie: Fit-Energy-Klagen verschärfen sich!
Matthew Latino folgt auf Michael Bishop; Fuelcell Energy hält am EBITDA-Ziel fest, während Anlegerklagen zum Fit-Energy-Projekt laufen.

Kurz zusammengefasst
- Matthew Latino übernimmt die Finanzleitung
- Michael Bishop bleibt bis 2027 Berater
- Positives bereinigtes EBITDA für 2027 angestrebt
- Sammelklagen zum Fit-Energy-Projekt eingereicht
Mit Wirkung zum heutigen Mittwoch vollzieht Fuelcell Energy einen Wechsel im Finanzressort. Matthew Latino übernimmt die Positionen des Executive Vice President, Chief Financial Officer und Treasurers bei dem Brennstoffzellenhersteller. Er folgt auf Michael Bishop, der das Amt des Finanzchefs 15 Jahre lang innehatte und dem Unternehmen insgesamt mehr als zwei Jahrzehnte angehörte. Bishop bleibt Fuelcell Energy bis zur Hauptversammlung im Jahr 2027 als leitender Berater erhalten.
Der neue Finanzchef wechselt von Xylem zu dem an der Nasdaq notierten Unternehmen (Kürzel: FCEL). Dort leitete Latino zuvor die Finanzen eines Geschäftsbereichs mit einem Jahresumsatz von rund zwei Milliarden US-Dollar. Im heutigen Handel gerieten die Papiere von Fuelcell Energy unter Druck: Die Aktie verzeichnete ein Tagesminus von 10 Prozent und notierte bei 16,40 Euro, nachdem sie am Dienstag noch bei 18,32 Euro geschlossen hatte.
Ziel für profitables EBITDA im Geschäftsjahr 2027 bekräftigt
Zeitgleich mit der Personalie bekräftigte das Management die mittelfristigen Finanzziele des Unternehmens. Fuelcell Energy strebt weiterhin an, im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 ein positives bereinigtes EBITDA zu erzielen. Das Erreichen dieser Gewinnschwelle knüpft das Unternehmen jedoch an mehrere Bedingungen.
Dazu zählen eine Steigerung der annualisierten Fertigungsmengen sowie die erfolgreiche Umwandlung des vorläufig zugesprochenen Kapazitäts-Auftragsbestands in feste Lieferverträge. Zudem hänge die Zielerreichung von der Einhaltung vereinbarter Kundenlieferpläne und der Umsetzung geplanter Kostensenkungen ab.
Juristischer Gegenwind aus dem Sommergeschäft
Der Personalwechsel fällt in eine Phase juristischer Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem operativen Großprojekt Fit Energy. Mehrere US-Kanzleien, darunter Kaplan Fox und Pomerantz, hatten zuvor Wertpapier-Sammelklagen beim US-Bezirksgericht für den Southern District of New York eingereicht.
Betroffene Anleger, die zwischen dem 24. Juni und dem 1. September 2026 Papiere erworben haben, können bis zum 10. November 2026 die Ernennung zum Hauptkläger beantragen.
Die Klagen richten sich unter anderem gegen CEO Jason B. Few und den scheidenden Finanzchef Michael Bishop. Den Führungskräften wird vorgeworfen, unzureichende Fertigungskapazitäten und absehbare Projektbelastungen nicht rechtzeitig offengelegt zu haben. Die Vereinbarung mit Fit Energy umfasste bis zu 380 Megawatt Brennstoffzellenleistung für Rechenzentren, davon zunächst 30 Megawatt in einer ersten Phase.
Bei den Quartalszahlen von Fuelcell Energy vor rund einem Monat meldete das Unternehmen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Nettoverlust von 45,3 Millionen US-Dollar. Darin enthalten waren Belastungen von 17 Millionen US-Dollar für die Anfangsphase des Großprojekts, da die Produktionskosten die Vertragspreise überstiegen hatten. Die in den Klageschriften erhobenen Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich erwiesen.
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