Fugro Aktie: Chef rechnet vor – Iran kostet 25 Millionen
Höhere Erlöse im dritten Quartal gingen mit geringerer Profitabilität einher; Fugro hielt an seiner Jahresprognose fest.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz kletterte auf 525,2 Millionen Euro
- Bereinigtes operatives Ergebnis deutlich niedriger
- Auftragsbestand für zwölf Monate rückläufig
- Degroof Petercam reduzierte das Kursziel
Fugro hat am Freitag für das dritte Quartal 2026 einen Umsatzanstieg um 2,2% auf 525,2 Millionen EUR gemeldet. Das bereinigte operative Ergebnis sank jedoch deutlich; den Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. Die Aktie legt heute um 4,7% zu.
Preisdruck und Sonderkosten belasten
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel auf 27,2 Millionen EUR, nach 64,9 Millionen EUR im Vorjahresquartal. Fugro begründete die schwächere Profitabilität mit niedrigeren Preisen bei der marinen Standorterkundung infolge von Überkapazitäten, kriegsbedingten Belastungen im Nahen Osten und einmaligen Charterkosten in Australien.
Die bereinigte operative Marge ging von 12,9% auf 5,2% zurück. Für das saisonal schwache Schlussquartal erwartet Fugro eine weitere Belastung der Marge.
Vorstandschef Mark Heine sagte Reuters am Freitag, Störungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg hätten Fugro im laufenden Jahr 25 Millionen EUR gekostet. Davon entfielen 10 Millionen EUR auf das dritte Quartal. GPS-Störungen und Einschränkungen der Schiffsbewegungen behinderten die Arbeit am Golf; Fugro setze Technik zur Abwehr der Störsignale ein.
Auftragsbestand sinkt, Kursziel gesenkt
Auch der Auftragsbestand für die kommenden zwölf Monate entwickelte sich rückläufig: Er sank um 8,5%. Im Offshore-Windgeschäft betrug der Rückgang 36%. Eine Erholung dieses Marktes erwartet Fugro ab dem zweiten Halbjahr 2027; der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 blieb unverändert.
Degroof Petercam senkte am Freitag das Kursziel von 11,00 EUR auf 9,00 EUR und bestätigte die Halteempfehlung. Das Analysehaus verwies auf das operative Quartalsergebnis unter den Erwartungen sowie den anhaltenden Druck im Offshore-Energiegeschäft.
Eine personelle Veränderung folgt am 16. November 2026: Dann wird die am Mittwoch von der außerordentlichen Hauptversammlung beschlossene Ernennung von Emiel Jongerius zum Finanzvorstand wirksam.
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