Fujikura Aktie: 264 statt 455 Milliarden Yen
Fujikura verliert binnen eines Monats über 28 Prozent. Trotz angehobener Ziele für 2027 enttäuschen die mittelfristigen Pläne die Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Kursverlust von über 28 Prozent
- Gewinnziel für 2027 auf 310 Mrd. Yen angehoben
- Mittelfristige Pläne enttäuschen Analysten
- RSI von 38,1 nahe überverkaufter Zone
Hohe Nachfrage von Tech-Giganten trifft auf enttäuschte Erwartungen an der Börse. Der japanische Kabelspezialist Fujikura hat innerhalb eines Monats mehr als 28 Prozent an Wert verloren. Nun suchen Marktteilnehmer nach einem stabilen Boden.
Die Lücke in der Gewinnplanung
Das Management hob das operative Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2027 auf 310 Milliarden Yen an. Das entspricht einer Steigerung von 47 Prozent gegenüber der vorigen Prognose. Dennoch lösten die weiteren mittelfristigen Pläne Verkäufe aus.
Für das darauffolgende Jahr 2028 plant der Konzern lediglich mit 264 Milliarden Yen Gewinn. Einige Analysten hatten zuvor mit Werten von bis zu 455 Milliarden Yen spekuliert. Diese enorme Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität belastet die Bewertung seit Wochen erheblich.
Preismacht trotz hoher Volatilität
Operativ profitiert Fujikura massiv vom Ausbau der Künstlichen Intelligenz. Meta und Nvidia gehören zu den Kunden des Unternehmens. Die hohe Nachfrage nach Glasfaserkabeln ermöglicht es dem Konzern, höhere Preise am Markt durchzusetzen.
Eigene Technologien wie spezielle Glasfaser-Bändersysteme sichern dabei die Profitabilität. Damit steuert das Unternehmen gegen Kapazitätsengpässe an. An der Börse bleibt die Lage derweil nervös. Die Aktie nähert sich mit einem RSI von 38,1 einer technisch überverkauften Zone.
Entscheidung im August
Im August 2026 veröffentlicht Fujikura die Zahlen zum ersten Quartal. Dieser Bericht liefert erste Beweise für die neue Jahresprognose von 310 Milliarden Yen. Die Marktentwicklung hängt nun stark von den weiteren Investitionen der US-Tech-Riesen ab.
Hält die Unterstützung bei 22,10 Euro, könnte eine technische Gegenbewegung folgen. Der massive Kursrutsch der letzten 30 Tage hat bereits viel Optimismus aus dem Markt genommen. Nun muss das operative Geschäft die hohen Erwartungen bestätigen.
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