Fujikura Aktie: 50 Prozent Umsatzplus im Q1
Fujikura übertrifft Erwartungen mit Rekordzahlen im ersten Quartal und hebt Prognosen an. Die Aktie reagiert mit deutlichen Kursgewinnen im vorbörslichen Handel.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von 7,6 Prozent vorbörslich
- Umsatz wächst um 50 Prozent
- Operativer Gewinn fast verdreifacht
- Jahresprognose erneut nach oben korrigiert
Fujikura setzt seinen Wachstumskurs an der Börse mit hoher Dynamik fort. Am heutigen Dienstag klettert der Kurs im vorbörslichen Handel um 7,6 Prozent auf 28,73 Euro. Triebfeder für das Vertrauen der Investoren sind die jüngst vorgelegten Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027, in denen der japanische Technologiekonzern neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn aufstellte.
Massiver Gewinnsprung im ersten Quartal
Die Geschäftsentwicklung übertraf die Markterwartungen deutlich. Fujikura meldete Anfang August für das Auftaktquartal einen Umsatz von 402 Milliarden Yen, was einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Noch deutlicher fiel die Steigerung beim operativen Ergebnis aus: Mit 104,8 Milliarden Yen erreichte der Gewinn etwa das 2,6-Fache des Vorjahreswerts. Auch beim Nettoergebnis verzeichnete das Unternehmen einen Sprung auf 80,4 Milliarden Yen.
Diese operative Stärke spiegelt sich in der mittelfristigen Wertentwicklung wider. Die Aktie konnte innerhalb der letzten 30 Tage um 28 Prozent zulegen. Die starken Quartalszahlen veranlassten das Management dazu, die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. März 2027 endet, nach oben zu korrigieren.
Fokus auf Rechenzentren und Glasfaser
Hinter dem Erfolg steht vor allem die hohe Nachfrage von Betreibern großer Rechenzentren, sogenannten Hyperscalern. Die globale Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) erfordert massive Investitionen in die physische Infrastruktur. Wie Bloomberg bereits Mitte Juni berichtete, profitierte Fujikura zusätzlich von gezielten Preiserhöhungen und dem anhaltenden Bedarf der KI-Branche an leistungsfähigen Verbindungslösungen.
Um dieser Nachfrage langfristig gerecht zu werden, plant das Unternehmen den massiven Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Bereits am 14. Mai kündigte Fujikura den Bau einer neuen Fabrik für Glasfaserkabel am Standort Sakura City in der Präfektur Chiba an.
Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 40 Milliarden Yen. Parallel dazu optimiert der Konzern sein Portfolio und schloss im Juli den Verkauf einer 60-prozentigen Beteiligung an einem chinesischen Glasfaser-Joint-Venture ab.
Erhöhte Jahresziele und Dividendenanpassung
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Fujikura nun mit einem Nettoumsatz von 1.755.000 Millionen Yen. Das Gewinnziel für die gesamte Periode wurde auf 326.000 Millionen Yen angehoben. Damit setzt der Konzern eine Reihe von Prognoseanpassungen fort, nachdem bereits im Juni die Erwartungen für das operative Ergebnis von ursprünglich 211 Milliarden auf 310 Milliarden Yen heraufgesetzt worden waren.
Anleger profitieren zudem von einer veränderten Ausschüttungspolitik. Fujikura hat die Zielquote für die Dividendenzahlungen von 30 auf 40 Prozent angehoben. Nach einem Aktiensplit im Verhältnis 6 zu 1 stellte das Unternehmen eine Dividende von 19,00 Yen pro Aktie für das Gesamtjahr in Aussicht.
Bereits für das vorangegangene Geschäftsjahr wurde die jährliche Dividende auf 225 Yen pro Anteilsschein gesteigert, was mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entsprach. Zur weiteren Bindung der Belegschaft plant das Unternehmen zudem die Abgabe eigener Aktien an eine Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft.
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