Fujikura Aktie: Prognose 30 Prozent unter Analysten-Ziel
Fujikura investiert massiv in KI-Kabelwerke, doch die Gewinnprognose bleibt hinter Analystenerwartungen zurück.
Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch nach enttäuschender Prognose
- 300 Milliarden Yen für neue Werke
- US-Tochter startet im Juni 2026
- Operatives Ziel unter Analystenschätzung
Fujikura beendet die letzte Handelswoche im Mai unter Druck. Die Aktie fiel am Freitag um 4,90 Prozent auf 4.771 Yen — der vierte Verlusttag in Folge. Anleger ringen mit einem Widerspruch: Das Unternehmen investiert 300 Milliarden Yen in neue Kapazitäten für optische Kabel, warnt aber gleichzeitig vor anhaltenden Produktionsengpässen.
US-Tochter und Milliarden-Investition
Fujikura treibt den Ausbau seiner Infrastruktur für KI-Rechenzentren voran. Im Juni 2026 startet die neue US-Tochter Fujikura Optical Cable Systems LLC in Delaware. Sie soll Teil eines 300-Milliarden-Yen-Investitionszyklus werden, der auf optische Fasern und SWR/WTC-Produktionskapazitäten abzielt.
Kernstück ist ein 40-Milliarden-Yen-Werk am Standort Sakura in der Präfektur Chiba. Die Anlage soll im Dezember 2030 den Betrieb aufnehmen und die steigende Nachfrage nach hochdichten Kabeln für generative KI-Rechenzentren bedienen. Das Management räumt ein: Selbst nach Inbetriebnahme könnte die Kapazität nicht ausreichen, um den aktuellen Auftragsbestand vollständig abzuarbeiten.
Prognose enttäuscht Analysten
Der jüngste Kursrutsch folgt auf den mittelfristigen Managementplan für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028. Zwar meldete Fujikura für das abgelaufene Jahr ein robustes zweistelliges Wachstum mit einem Umsatz von über 1,18 Billionen Yen. Die Zukunftsziele blieben aber hinter den Erwartungen zurück.
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Für das Geschäftsjahr ab April 2028 peilt der Vorstand ein operatives Ergebnis von 315 Milliarden Yen an. Das liegt rund 30 Prozent unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 455 Milliarden Yen. Morgan Stanley verweist auf ein strukturelles Problem: Fujikura muss 15 bis 20 Prozent seiner Fasern extern zukaufen. Das belastet die Margen und wirft Fragen zur Produktionsautonomie auf.
Technische Lage und Ausblick
Am Freitag wechselten außergewöhnlich viele Aktien den Besitzer — rund 71,39 Millionen Stück im Wert von 340,62 Milliarden Yen. Der Handelsschub fiel mit der Umsetzung der MSCI-Indexanpassung für Mai 2026 zusammen.
Die Aktie notiert aktuell fast 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 7.933 Yen vom 13. Mai. Technische Indikatoren zeigen Vorsicht: Der Kurs liegt unter kurz- und langfristigen gleitenden Durchschnitten. Unterstützung wird bei 4.695 Yen gesehen, Widerstand bei einer Erholung bei 5.022,57 Yen. Am 30. Juni folgt die Hauptversammlung mit Abstimmungen über Governance-Reformen und neue Aktienanreizprogramme.
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