Gabler Group Aktie: FLANQ testet Ranger und Raider

Gabler Group testet erfolgreich neue Unterwasser-Drohnen und bestätigt Jahresziele. Der CEO kauft Aktien, während die Auftragslage wächst.

Eduard Altmann ·
Gabler Group Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Erfolgreiche Tests neuer Drohnensysteme
  • Start direkt aus U-Boot-Torpedorohren
  • CEO kauft eigene Aktien im Juli
  • Jahresziele für Umsatz bestätigt

Gabler Group meldet einen technologischen Meilenstein in der maritimen Verteidigung. Gemeinsam mit dem Partner FLANQ hat der Lübecker Spezialist neue Drohnensysteme erfolgreich getestet. Diese starten direkt aus Torpedorohren. Das öffnet dem Unternehmen Türen zu einem neuen Markt für autonome Unterwasserlösungen.

Drohnen aus dem Torpedorohr

Die Felderprobung der Systeme „Ranger“ und „Raider“ ist abgeschlossen. Bisher lieferte Gabler vor allem klassische Ausfahrgeräte für U-Boote. Nun kommen autonome Überwasserschiffe hinzu. Während der „Ranger“ für Überwachungsmissionen dient, ist der „Raider“ für Kampfeinsätze vorgesehen.

Der technologische Vorteil liegt im Startvorgang. Die Systeme verlassen das U-Boot unter Wasser durch die vorhandenen Rohre. Das erhöht die Tarnung und Flexibilität im Einsatz deutlich. Laut Unternehmensangaben stehen bereits weitere Verträge für diese Technik kurz vor dem Abschluss.

CEO setzt auf die Wende

Parallel zum technologischen Fortschritt sendet die Führung ein finanzielles Signal. CEO David Schirm kaufte im Juli privat Aktien der Gesellschaft. Marktbeobachter werten dies oft als Zeichen für das Vertrauen in die eigene Strategie.

Die Auftragsbücher stützen diesen Optimismus. Im Mai lag der Bestand bei rund 377 Millionen Euro. Im Juli sammelte das Unternehmen weitere Aufträge über insgesamt 28 Millionen Euro ein. Steigende Investitionen in den Schutz kritischer Unterwasser-Infrastrukturen treiben diese Entwicklung an.

Ziele für 2026 bestätigt

Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest. Der Konzernumsatz soll zwischen 69 Millionen Euro und 71 Millionen Euro liegen. Das bereinigte EBIT wird in einer Spanne von 17 Millionen Euro bis 19 Millionen Euro erwartet.

Anleger reagieren am Markt dennoch verhalten. Das Papier notiert derzeit bei 39,60 Euro. Das entspricht einem Abschlag von rund 25 Prozent zum Jahreshoch im März.

Neue Impulse könnten die ungeprüften Zahlen für das zweite Quartal liefern. Die Veröffentlichung ist für August vorgesehen. Dann wird sich zeigen, ob die neuen Aufträge die Margen bereits im laufenden Jahr stabilisieren.

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