Geely Aktie: Polestar-Verbots ab 2027
Polestar muss sich aus den USA zurückziehen, während Geely den Markteintritt in Deutschland forciert. Die Aktie gerät unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- US-Verbot für Polestar ab 2027
- Fokus auf Europa als Wachstumsmotor
- Geely startet Verkauf in Deutschland
- Aktie fällt unter 50-Tage-Linie
Polestar muss den amerikanischen Markt weitgehend aufgeben. Das US-Handelsministerium verweigert dem Elektroauto-Hersteller den Verkauf neuer Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2027. Grund sind Sicherheitsbedenken wegen chinesischer Hard- und Software.
Rückzug aus den USA
Die neue „Connected Vehicle Rule“ trifft die Geely-Tochter hart. Obwohl Polestar teilweise in den USA produziert, stufen die Behörden die Marke wegen der chinesischen Mehrheitsbeteiligung als Risiko ein. Der Verkauf bestehender Lagerbestände bleibt vorerst erlaubt.
Das Management reagiert mit einer strategischen Neuausrichtung. Rund 80 Prozent der Umsätze erzielt Polestar ohnehin in Europa. CEO Michael Lohscheller sieht hier den wichtigsten Wachstumsmotor. Der künftige Polestar 7 soll komplett in Europa vom Band laufen.
Großoffensive in Deutschland
Parallel dazu forciert die Kernmarke Geely den Markteintritt in Deutschland. Bis zum Jahr 2028 will der Konzern sein Portfolio auf zwölf Modelle ausbauen. Der Startschuss fällt im September 2026 mit dem Elektro-SUV E5 und einem Plug-in-Hybrid.
Dazu plant Geely ein dichtes Vertriebsnetz. Bis Ende 2026 sollen mindestens 50 Standorte in Deutschland entstehen. Technisch setzt der Autobauer auf seine neue „Short Blade Battery“. Diese LFP-Technologie verspricht eine besonders hohe Lebensdauer und Reichweite.
Finanzielle Unterstützung für den Markteintritt erhält das Vorhaben durch den Partner Consors Finanz. Geely will so die globale Marktpräsenz jenseits der USA sichern.
Aktie unter Druck
An der Börse hinterlassen die Nachrichten Spuren. Die Geely-Aktie notiert aktuell bei 1,94 Euro. Damit liegt das Papier deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,25 Euro.
Mit einem RSI von 31,6 nähert sich der Kurs der überverkauften Zone. Seit Jahresbeginn verlor der Titel knapp drei Prozent an Wert. Anleger blicken nun auf den September 2026, wenn die ersten neuen Modelle in den deutschen Handel rollen.
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