Geht der USA das Geld aus?

Drohender US-Regierungsstillstand könnte Arbeitsmarktzahlen verzögern und belastet die Glaubwürdigkeit der Statistikbehörde. Die Fed steht unter Druck trotz Zinssenkungen.

Stephan Feuerstein ·
Stadtansicht am Morgen mit Aktienkursen im Himmel

Kurz zusammengefasst

  • US-Shutdown droht am 1. Oktober
  • Verzögerung wichtiger Arbeitsmarktdaten möglich
  • Glaubwürdigkeit der Statistikbehörde geschwächt
  • Fed unter politischem Druck für niedrige Zinsen

In den USA droht (wieder einmal) der so genannte „Shutdown“. Sollten sich Republikaner und Demokraten bei der Erweiterung der Schuldenbremse nicht einigen, geht der US-Regierung am 1. Oktober einmal mehr das Geld aus. Dabei werden viele Behörden-Mitarbeiter, welche keine kritischen Aufgaben übernehmen, zunächst nach Hause geschickt. Dies ist allerdings mittlerweile schon eher Standard als eine überraschende Ausnahme, so dass sich die Auswirkungen des voraussichtlichen Shutdowns auf den Aktienmarkt zunächst in Grenzen halten dürfte. Aber …

Was macht der US-Arbeitsmarkt?

Mit dem Shutdown könnte auch die US-Statistikbehörde betroffen sein. Diese war zuletzt negativ aufgefallen, da US-Präsident Donald Trump deren Chefin nach für ihn unliebsamen Zahlen gefeuert hat. Es könnte daher sein, dass wichtige Zahlen zum US-Arbeitsmarkt (für Freitag 14:30 Uhr vorgehsehen) erst verzögert gemeldet werden. Ohnehin wird nach dem Wechsel an der Spitze der US-Statistikbehörde sowie dem Abtritt wichtiger Mitarbeiter das Ergebnis kritischer betrachtet werden. Dies trifft umso mehr zu, wenn die Ergebnisse von den erwarteten Zahlen ungewöhnlich positiv abweichen würden. Dies wiederum würde das Vertrauen in diese Institution weiter schwächen und auch für die US-Notenbank ein weiteres Problem darstellen!

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Druck auf die US-Notenbank bleibt hoch! 

Auch wenn die US-Notenbank die Zinsen zuletzt gesenkt hat und auch noch weitere Zinssenkungen in diesem Jahr in Aussicht gestellt hat, bleibt der Druck des US-Präsidenten auf die FED hoch. Da niedrige Zinsen die US-Schulden nicht so schnell klettern lassen, hätte Trump ein deutlich niedrigeres Zinsniveau. FED-Chef Powell hatte sich in diesem Jahr aber aufgrund der inflationären Auswirkungen von Trumps Zöllen sehr zurückgehalten. Sollten sich die Preise in den kommenden Monaten wieder überraschend verteuern, dürften auch weiter sinkende Zinsen zunehmend unwahrscheinlich werden. Da der Aktienmarkt mittlerweile als ambitioniert bewertet betrachtet werden kann, könnte eine Zinspause oder gar eine Zinswende ein entsprechendes Verkaufssignal auslösen!


Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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