General Mills Aktie: 7-Prozent-Rendite vor Brasilien-Exit
Der Lebensmittelkonzern verkauft sein Brasilien-Geschäft und fokussiert sich auf margenstarke Bereiche. Die Aktie notiert nahe dem 15-Jahres-Tief.
Kurz zusammengefasst
- Verkauf des Südamerika-Geschäfts an 3corações
- Fokus auf Premium-Eiscreme und Tiernahrung
- Dividendenrendite über sieben Prozent
- Analysten senken Kursziele deutlich
Satte Ausschüttungen auf der einen Seite, ein massiver Kursverfall auf der anderen – bei General Mills klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Heute landet die reguläre Quartalsdividende auf den Konten der Aktionäre. Parallel dazu treibt der Lebensmittelriese einen tiefgreifenden Umbau seines Portfolios voran, um der anhaltenden Ertragsschwäche zu entkommen.
Radikaler Schnitt in Südamerika
Im Zentrum der Neuausrichtung steht der geplante Rückzug aus Brasilien. Das Unternehmen hat sich mit dem lokalen Anbieter 3corações auf einen Verkauf des dortigen Geschäfts geeinigt. Die Transaktion umfasst bekannte regionale Marken wie Yoki und Kitano. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steuerte diese Sparte rund 350 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz bei.
Der Verkauf soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmen. Das Management verspricht sich davon höhere operative Margen. Künftig will sich der Konzern stärker auf lukrative globale Kategorien konzentrieren. Dazu zählen margenstarke Bereiche wie Premium-Eiscreme, mexikanische Lebensmittel und Tiernahrung. Nach Abschluss des Deals wird General Mills seit dem Jahr 2018 fast ein Drittel seines gesamten Portfolios umgewälzt haben.
Hohe Rendite als Warnsignal
Für einkommensorientierte Investoren liefert das Unternehmen derweil verlässlich ab. Die heutige Zahlung von 0,61 US-Dollar je Aktie setzt eine lange Tradition steigender Ausschüttungen fort. Die aktuelle Dividendenrendite kletterte zuletzt auf über sieben Prozent. Dieser optisch attraktive Wert resultiert allerdings primär aus dem massiven Kursverfall, der die Papiere in die Nähe ihrer Tiefststände von 2010 drückte.
Schwaches Volumenwachstum und veränderte Konsumgewohnheiten belasten die Aussichten. Entsprechend skeptisch äußern sich Analysten. Wells Fargo senkte das Kursziel kürzlich auf 33 US-Dollar und rät zur Untergewichtung. Die Deutsche Bank sieht den fairen Wert bei 32 US-Dollar und empfiehlt, die Aktie lediglich zu halten.
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Innovationen und Nachhaltigkeit
Neben der finanziellen Restrukturierung treibt der Lebensmittelriese seine Umweltziele voran. Laut dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht stammen die Rohstoffe mittlerweile von über 800.000 Hektar Land aus regenerativer Landwirtschaft. Im gleichen Schritt sanken die Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette um 14 Prozent.
Auf der Produktseite setzt der Vorstand auf eine beschleunigte Entwicklung. Im kommenden Geschäftsjahr soll der Umsatz mit neuen Artikeln um rund ein Viertel steigen. Der Fokus liegt dabei auf proteinreichen Snacks und intensiveren Geschmacksrichtungen. Bis 2027 verbannt der Konzern außerdem künstliche Farbstoffe aus seinem gesamten US-Einzelhandelsportfolio.
Die Ausschüttungsquote liegt aktuell bei knapp 60 Prozent. Die Dividende ist damit vorerst durch die Gewinne gedeckt, der finanzielle Puffer schmilzt jedoch. Ende Juni präsentiert General Mills die nächsten Quartalszahlen. Dann muss das Management belegen, ob die strategische Neuausrichtung das dringend benötigte Volumenwachstum generiert.
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