General Mills Aktie: Brasilien-Verkauf an 3corações bis Ende 2026

Schwache Kurse, starke Käufer – bei General Mills klaffen Stimmung und Handeln der Profis auseinander. Die Aktie des Lebensmittelkonzerns dümpelt nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 23 Prozent an Wert. Der breite Markt eilt derweil von Rekord zu Rekord.
Große Adressen greifen zu
Einige institutionelle Investoren nutzen den Preisverfall konsequent. Swiss Life Asset Management stockte seine Position im Schlussquartal um fast die Hälfte auf. Der Schweizer Versicherer hält nun Aktien im Wert von knapp 15 Millionen US-Dollar.
Noch aggressiver agierte Robeco. Der Vermögensverwalter kaufte massiv zu und kontrolliert jetzt ein Paket im Wert von über 41 Millionen US-Dollar. Auch LBP AM und Oak Thistle bauten neue Positionen auf. Insgesamt liegen gut drei Viertel der Aktien in institutionellen Händen.
Schwache Volumina belasten
Die Skepsis der Wall Street hat handfeste Gründe. Im dritten Quartal verfehlte General Mills die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn. Der Gewinn je Aktie lag mit 64 US-Cent deutlich unter den Prognosen.
Analysten bleiben entsprechend vorsichtig. Die Investmentbank Stifel senkte ihr Kursziel kürzlich auf 40 US-Dollar. Die Experten verwiesen auf schwache Absatzmengen in wichtigen Produktkategorien. Sie beließen die Einstufung aber auf Kaufen. Das Argument: Die Bewertung sei historisch günstig.
Umbau und Hoffnung auf Besserung
Das Management reagiert auf die Stagnation. General Mills verkauft sein Brasilien-Geschäft an den lokalen Anbieter 3corações. Die Transaktion soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Der Konzern trennt sich damit von Marken wie Yoki und Kitano.
Diese Sparte lieferte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 350 Millionen US-Dollar. Nach dem Verkauf hat das Unternehmen seit 2018 fast ein Drittel seines Portfolios umgewälzt. Neben dem Portfolio ändert sich auch die Führungskontrolle. Vorstandsmitglied Steve Odland tritt im September nach über zwanzig Jahren ab.
Für das vierte Quartal verspricht Vorstandschef Jeff Harmening die Wende. Er erwartet wieder organisches Wachstum und steigende Gewinne. Günstigere Vergleichswerte und eine zusätzliche Verkaufswoche sollen dabei helfen.
Am 1. Juli präsentiert General Mills die nächsten Quartalszahlen. Dann muss das Management die angekündigte Erholung belegen. Bis dahin federt eine üppige Dividendenrendite von gut sieben Prozent das Kursrisiko ab. Der Konzern zahlt seit 127 Jahren ununterbrochen aus.
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