General Mills Aktie: Margen leiden unter Rohstoffkosten
Schwächere Margen und sinkende Gewinne prägen das erste Quartal; für 2027 plant General Mills Einsparungen von mindestens 750 Millionen Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Nordamerika-Umsatz fällt um sieben Prozent
- Bereinigte Bruttomarge sinkt auf 33,3 Prozent
- Mindestens 750 Millionen Dollar Einsparungen geplant
- Brasilien-Geschäft an Café Três Corações verkauft
Höhere Rohstoffkosten und eine zurückhaltende Konsumstimmung belasten General Mills spürbar. An den europäischen Handelsplätzen geriet der Wert vor dem Wochenende erneut unter Druck. Gestern sank der Kurs um 3,6 Prozent auf 29,51 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf 26 Prozent.
Der US-Nahrungsmittelhersteller steht vor einem anhaltenden Rentabilitätsproblem. Vor allem im nordamerikanischen Heimatmarkt gelingt es dem Konzern kaum, gestiegene Aufwendungen für Vorprodukte vollständig an die Verbraucher weiterzugeben. Dies führt zu spürbaren Einbußen bei den operativen Margen.
Schwindende Margen im Kerngeschäft
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank der Umsatz im nordamerikanischen Einzelhandel um 7 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich die bereinigte Bruttomarge um 90 Basispunkte auf 33,3 Prozent des Nettoumsatzes.
Medienberichten zufolge machten dem Management vor allem die anziehenden Inputkosten zu schaffen. Zwar übertraf der Konzern bei Erlösen und bereinigtem Ergebnis die Erwartungen der Analysten, doch die grundlegende Ertragskraft schwächt sich ab.
Der bereinigte Betriebsgewinn fiel währungsbereinigt um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu sank das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie um 13 Prozent auf 0,75 Dollar.
Sparprogramm soll Gegenwind abfedern
Um der anhaltenden Kosteninflation entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf interne Effizienzsteigerungen. Über Einsparungen und strukturelle Anpassungen will der Vorstand die Profitabilität stabilisieren, während das organische Umsatzwachstum stagniert.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 peilt das Management Kostensenkungen von mindestens 750 Millionen Dollar an. Beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie erwartet der Konzern eine Spanne zwischen 3,00 und 3,20 Dollar.
Zur Schärfung des Portfolios trennte sich der Konzern zudem von Randaktivitäten. So wurde der Verkauf des Geschäfts in Brasilien an Café Três Corações S.A. vor gut drei Wochen (seither -15,8 %) vollzogen.
Zurückhaltende Stimmen an der Wall Street
Am 16. September bestätigte das Analysehaus UBS seine Verkaufsempfehlung für die Aktie von General Mills. Die Experten setzten ihr Kursziel bei 33,00 Dollar fest. Gleichzeitig senkten sie ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027 von 3,03 auf 3,01 Dollar je Aktie.
Die Analysten begründeten ihre skeptische Haltung mit anhaltenden Wachstumsbedenken und hohem Kostendruck. Solange die Inflation bei den Vorprodukten die Margen aushöhlt, dürfte eine nachhaltige Erholung für den Konsumgüterhersteller eine anspruchsvolle Aufgabe bleiben.
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