General Mills Aktie: McNabb wird CEO zum 1. Januar
Zwei Analysehäuser senkten ihre Kursziele; zugleich plant General Mills einen CEO-Wechsel und bietet den Rückkauf von Anleihen an.

Kurz zusammengefasst
- McNabb übernimmt 2027 die CEO-Rolle
- Aktionäre billigten neue Satzungsregeln
- Barangebot für sieben Anleiheserien gestartet
- Aktie seit Jahresbeginn 29 Prozent schwächer
Vor dem anstehenden Stabwechsel an der Führungsspitze steht der US-Nahrungsmittelhersteller General Mills vor komplexen Herausforderungen. Während das Unternehmen seine Kapitalstruktur anpasst und rechtliche Schutzmechanismen für die Führungsebene einzieht, belasten operative Bremsspuren weiterhin die Stimmung der Anleger. Der Konzern versucht, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen, trifft am Kapitalmarkt jedoch auf spürbare Skepsis.
Führungswechsel und rechtliche Vorgaben
Am 30. September kündigte das Unternehmen einen Wechsel an der Konzernspitze an. Dana McNabb, bisherige Chief Operating Officer, wird mit Wirkung zum 1. Januar 2027 zur neuen Chief Executive Officer ernannt. Sie folgt auf Jeff Harmening, der an diesem Stichtag das Amt des Executive Chair übernimmt. Damit vollzieht General Mills einen geordneten Übergang in der Unternehmensleitung.
Parallel dazu passte der Konzern seine rechtliche Struktur an. Am 29. September stimmten die Aktionäre Änderungen der Satzung zu, die eine Haftungsfreistellung für bestimmte Führungskräfte vorsehen. Zudem legen die neuen Bestimmungen fest, dass Ansprüche nach dem US-Wertpapiergesetz vor den Bundesbezirksgerichten verhandelt werden müssen. Diese Satzungsänderungen traten am 1. Oktober 2026 in Kraft.
Finanzielle Weichenstellungen und Marktskepsis
Neben den personellen Veränderungen steuert General Mills auch die eigenen Verbindlichkeiten aktiv aus. Das Unternehmen startete ein Kaufangebot gegen Barzahlung für sieben Serien vorrangiger Anleihen. Das maximale Volumen für diese Transaktion liegt bei $750,000,000, ergänzt durch eine Begrenzung von $250,000,000 für drei bestimmte Anleiheserien. Die Rückkauffrist läuft bis zum 9. Oktober 2026, während die finanzielle Abwicklung für Mitte Oktober 2026 vorgesehen ist.
An der Wall Street stößt die Restrukturierung jedoch weiterhin auf Vorbehalte. Medienberichten zufolge senkte die Bernstein SocGen Group am 24. September ihr Kursziel für die Aktie auf $30 und behielt das Votum Underperform bei.
Die Analysten verwiesen auf den anhaltenden Turnaround, eine Schwäche im nordamerikanischen Einzelhandelsgeschäft, gestiegene Beschaffungskosten sowie eine Verschuldung von mehr als dem Vierfachen. Am selben Tag reduzierte auch das Analysehaus Jefferies sein Kursziel auf $34 und blieb bei der Einstufung Hold.
Druck auf dem Kursniveau
Die Gemengelage aus operativen Belastungen und strategischem Umbau spiegelt sich deutlich im Marktgeschehen wider. Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 28,59 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf 29 Prozent, womit der Wert unweit des 52-Wochen-Tiefs von 27,35 Euro notiert.
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