General Mills Aktie: Nuzzi übernimmt UK und Irland
General Mills verzeichnet trotz Führungswechsel im wichtigen UK-Markt einen deutlichen Kursverlust. Steigende Rohstoffkosten und ein gesenktes Kursziel belasten den Aktienkurs zusätzlich.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Erasmo Nuzzi leitet UK- und Irlandgeschäft
- Rohstoffkosten drücken auf die Margen
- JPMorgan senkt Kursziel für General Mills
Fast 30 Prozent Kursverlust seit Jahresbeginn — und ein neues 52-Wochen-Tief erst am Donnerstag. General Mills steckt in einer tiefen Krise, und personelle Veränderungen an der Spitze ändern daran vorerst wenig.
Neuer Kopf für den wichtigsten EMEA-Markt
Erasmo Nuzzi übernimmt ab sofort die Rolle des Managing Director für das Vereinigte Königreich und Irland. Der Markt ist der umsatzstärkste innerhalb der EMEA-Region. Nuzzi ist seit 2003 im Unternehmen und bringt Erfahrung aus mehreren Führungspositionen mit — zuletzt als Managing Director für europäische Distributionsmärkte. In Spanien erzielte er überdurchschnittliche Wachstumsraten gegenüber dem Wettbewerb.
Parallel rückt COO Dana McNabb in den Fokus. In Branchenkreisen gilt sie als potenzielle CEO-Kandidatin für Fortune-500-Unternehmen.
Rohstoffkosten fressen Margen
Hinter den Personalentscheidungen steht ein Konzern unter Druck. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte General Mills einen Umsatz von 4,44 Milliarden USD — bei einem Gewinn von 342,5 Millionen USD. Hohe Rohstoffkosten und ein schwieriges Marktumfeld belasten das Ergebnis spürbar.
JPMorgan hat das Kursziel für die Aktie gesenkt und hält an der Einstufung „Underweight“ fest. Als Begründung nennt die Bank steigende Rohstoffkosten und ein herausforderndes Umfeld. Kein Rückenwind von der Analystenfront also.
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Das Management reagiert mit Portfoliobereinigung. Der Verkauf der Häagen-Dazs-Shops in China soll Ressourcen für die Kernmarken freisetzen. Außerdem setzt der Konzern auf anorganisches Wachstum und will die globalen Lieferketten optimieren.
Kursverlauf zeigt das ganze Ausmaß
Die Aktie notiert bei 27,77 Euro — knapp über dem 52-Wochen-Tief von 27,35 Euro. Vom April-Hoch bei 121,66 Euro trennt das Papier ein Abstand von rund 77 Prozent. Der RSI liegt bei 27,5 und signalisiert überverkaufte Bedingungen.
Das volle Bild der Jahreszahlen liefert General Mills im Juli 2026. Dann veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr — inklusive Investoren-Webcast. Ob das Management bis dahin überzeugende Antworten auf den Margendruck hat, wird entscheidend sein.
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