General Mills Aktie: Umbau belastet Zahlen

Der Nahrungsmittelhersteller verzeichnet im Zuge seiner Portfoliobereinigung einen starken Rückgang von Umsatz und operativem Gewinn, hält jedoch an der Jahresprognose fest.

Dr. Robert Sasse ·
General Mills Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich gesunken
  • Portfoliobereinigung durch Verkäufe belastet Vergleichszahlen
  • Stabiler operativer Cashflow trotz Ergebnisrückgang
  • Unveränderte Jahresprognose trotz aktueller Schwächephase

General Mills steckt mitten in einem tiefgreifenden Konzernumbau — und das schlägt sich deutlich in den Quartalszahlen nieder. Der Nahrungsmittelhersteller hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sowohl Umsatz als auch Gewinn spürbar eingebüßt, während gleichzeitig Milliarden aus Unternehmensverkäufen in die Bilanz fließen.

Verkäufe drücken auf Umsatz und Marge

Im Quartal bis Ende Februar 2026 sank der Nettoumsatz um 8 Prozent auf 4,44 Milliarden Dollar. Sechs Prozentpunkte dieses Rückgangs entfallen direkt auf die Portfoliobereinigungen — also Verkäufe und Zukäufe, die den Vergleichszeitraum verzerren. Bereinigt um diese Effekte lag das organische Umsatzminus bei moderateren 3 Prozent.

Konkret hat General Mills das nordamerikanische Joghurtgeschäft veräußert und den Verkauf des Brasilien-Geschäfts vereinbart. Letzterer dürfte einen Vorsteuerverlust nach sich ziehen, da dabei aufgelaufene Währungsverluste von 622 Millionen Dollar realisiert werden. Auf der anderen Seite stützt die Integration von Whitebridge Pet Brands das nordamerikanische Heimtiergeschäft.

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Gewinneinbruch trotz stabiler Cashflows

Der bereinigte operative Gewinn brach um 32 Prozent auf 547 Millionen Dollar ein, das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie fiel um 37 Prozent auf 0,64 Dollar — jeweils in konstanten Währungen. Neben gestiegenen Rohstoffkosten belasteten Restrukturierungsaufwendungen von rund 96 Millionen Dollar sowie eine Marktwertabschreibung auf die Marke Uncle Toby’s in Höhe von 52,9 Millionen Dollar das Ergebnis.

Stabiler zeigt sich die Liquiditätslage. Der operative Cashflow der ersten neun Monate erreichte 1,61 Milliarden Dollar, unterstützt durch 1,83 Milliarden Dollar aus dem Joghurtverkauf. Diese Mittel nutzte das Unternehmen, um die langfristigen Schulden von 12,67 auf 10,99 Milliarden Dollar zu senken und eigene Aktien zurückzukaufen.

Jahresprognose bestätigt

Trotz der belasteten Quartalszahlen hält General Mills an seinem Ausblick für das Gesamtjahr 2026 fest — bei organischem Umsatz, operativem Gewinn und Ergebnis je Aktie. Die Aktie notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Tief und liegt rund 40 Prozent unter dem Jahreshoch vom April 2025. Ob der Umbau mittelfristig die erhoffte Effizienzsteigerung liefert, wird sich spätestens mit den Jahreszahlen zeigen.

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General Mills Aktie

32,62 EUR

+ 0,02 EUR +0,08 %
KGV 8,08
Sektor Verbraucher defensiv
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 20,06 Mrd. EUR
ISIN: US3703341046 WKN: 853862

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