General Mills: Q4-Earnings am 1. Juli
General Mills übertrifft Umweltziele, während die Aktie nahe einem Mehrjahrestief notiert. Das Management erwartet eine Trendwende im Schlussquartal.

Kurz zusammengefasst
- Emissionen um 14 Prozent gesenkt
- Kein Abfall mehr auf Deponien
- Aktie notiert nahe Mehrjahrestief
- Management hofft auf Trendwende
Grüne Meilensteine treffen auf rote Kurscharts. Bei General Mills klaffen operative Nachhaltigkeitserfolge und die Stimmung an der Börse derzeit weit auseinander. Während der Lebensmittelkonzern seine Umweltziele übertrifft, notiert die Aktie nahe einem Mehrjahrestief. Das Management setzt nun auf eine Trendwende im Schlussquartal.
Umweltziele und Produktumbau
Der frisch veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 liest sich wie eine Erfolgsgeschichte. General Mills senkte die Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette um 14 Prozent. Parallel dazu erreichte das Unternehmen sein Ziel, an den eigenen Produktionsstandorten weltweit keinen Abfall mehr auf Deponien zu entsorgen. Der Konzern recycelt, wiederverwendet oder nutzt nun sämtliche Produktionsabfälle zur Energiegewinnung.
Auch beim Sortiment baut der Hersteller um. Bis Ende 2027 sollen künstliche Farbstoffe aus allen US-Zerealien verschwinden. Bei Lebensmitteln für amerikanische Schulen hat General Mills diesen Schritt bereits im März 2026 und damit vorzeitig vollzogen.
Günstige Bewertung, schwacher Chart
An der Börse verpuffen diese Nachrichten bislang. Mit einem Kurs von rund 35 US-Dollar hat das Papier auf Jahressicht deutlich an Wert eingebüßt. Charttechnisch ist der Abwärtstrend intakt, der Kurs durchbrach alle wichtigen Durchschnittslinien nach unten. Marktbeobachter sehen erst bei einem Sprung über die Marke von 37 US-Dollar eine Chance auf Besserung.
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Der Kursverfall drückt die Bewertung auf ein historisch niedriges Niveau. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 8,6 — ein Bruchteil des Branchendurchschnitts. Aktionäre erhalten als Trostpflaster eine hohe Ausschüttung. Am 1. Mai 2026 zahlt das Unternehmen eine reguläre Quartalsdividende von 61 US-Cent.
Analysten bleiben angesichts der fundamentalen Schwäche zurückhaltend. Die Mehrheit der Experten rät derzeit lediglich zum Halten der Aktie. Das Management selbst hat das vierte Geschäftsquartal als Wendepunkt ausgerufen. Eine zusätzliche Verkaufswoche im Kalender, der Abbau von Lagerbeständen sowie eine niedrigere Steuerquote sollen dann für eine spürbare Erholung sorgen.
Die Faktenlage klärt sich im Sommer. General Mills hat die Veröffentlichung der Quartalszahlen für den 1. Juli 2026 vor Börseneröffnung bestätigt. Dann muss der Konzern beweisen, dass die operativen Eingriffe auch auf der Ertragsseite greifen.
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