Die Gerresheimer-Aktie steht zum Jahresauftakt unter Beobachtung, nachdem Goldman Sachs seine Beteiligung leicht reduziert hat. Der US-Finanzriese senkte seinen Anteil von 19,26 Prozent auf 18,95 Prozent – eine moderate Anpassung, die der Markt dennoch genau verfolgt. Nach einem desaströsen Börsenjahr 2025 mit einem Kursverlust von rund 60 Prozent kämpft das Papier aktuell um Stabilität im Bereich von 27,60 bis 27,80 Euro.
Portfoliobereinigung statt Exodus
Die Reduktion um 0,31 Prozentpunkte interpretieren Beobachter weniger als strategischen Rückzug, sondern vielmehr als technisches Rebalancing zum Jahreswechsel. Goldman Sachs bleibt mit knapp 19 Prozent weiterhin der mit Abstand größte institutionelle Aktionär des Düsseldorfer Verpackungsspezialisten. Auch JPMorgan Chase passte seine Position leicht an – von 7,34 Prozent auf 7,05 Prozent.
Dass beide Großinvestoren ihre Engagements weitgehend beibehalten, werten Optimisten als stabilisierendes Signal. Ein vollständiger Ausstieg der Ankeraktionäre ist trotz der massiven Kursverluste ausgeblieben.
Bilanzbereinigung abgeschlossen
Parallel zu den Stimmrechtsmeldungen hat der Markt die Details der „Bill-and-Hold“-Korrektur verarbeitet. Etwa 28 Millionen Euro Umsatz mussten aus dem Geschäftsjahr 2024 in 2025 verschoben werden, während 10 Millionen Euro aus 2023 nachgebucht wurden. Per Saldo belastet die Anpassung den Umsatz 2024 mit rund 18 Millionen Euro – etwa 1 Prozent des Konzernumsatzes.
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Die Analysten von mwb research bestätigten nach Prüfung dieser Transparenzschritte ihr „Hold“-Rating. Die buchhalterische Glattstellung markiert einen wichtigen Schritt, um die regulatorischen Unsicherheiten hinter sich zu lassen, die das Papier 2025 schwer belastet hatten.
Fragile Bodenbildung
Die Aktie befindet sich in einer sensiblen Phase. Mehrfache Prognosesenkungen und die von der BaFin angestoßene Prüfung der Umsatzrealisierung führten 2025 zu einem massiven Vertrauensverlust. Die technische Bodenbildung im Bereich der 27-Euro-Marke ist noch nicht abgeschlossen.
Der nächste entscheidende Impuls dürfte vom geprüften Geschäftsbericht und dem detaillierten Ausblick für 2026 kommen. Ob weitere institutionelle Investoren Positionen glattstellen oder das aktuelle Niveau für Neueinstiege nutzen, bleibt abzuwarten. Solange nachhaltige operative Turnaround-Signale fehlen, dürfte das Papier in seiner aktuellen Handelsspanne verharren.
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