Glencore Aktie: 1,6 Millionen Tonnen für Arizona-Hütte
Glencore will mit Falcon Copper eine Kupferhütte in Arizona bauen. Der Konzern fährt die Kobaltproduktion zurück und setzt auf strategische Metalle.

Kurz zusammengefasst
- Absichtserklärung für Kupferhütte in Arizona
- Jährlich bis zu 1,6 Mio. Tonnen Kupferkonzentrat
- Kobaltproduktion in Kongo wird gedrosselt
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
Glencore setzt auf Amerika. Der Rohstoffkonzern hat mit Falcon Copper eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Bau einer Kupferhütte im US-Bundesstaat Arizona vorsieht. Das Ziel: die Lücke in der amerikanischen Kupfer-Lieferkette schließen.
Große Mengen, nicht-bindende Vereinbarung
Im Rahmen der Kooperation stellt Glencore in Aussicht, jährlich bis zu 1,6 Millionen Tonnen Kupferkonzentrat zu liefern. Das wäre ein erheblicher Beitrag zur geplanten Anlage. Wichtig: Die Vereinbarung ist nicht bindend — konkrete Verpflichtungen fehlen noch.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die globale Nachfrage nach Kupfer steigt, angetrieben durch den Ausbau von KI-Infrastruktur. Branchenexperten warnen vor einem mehrjährigen Angebotsdefizit. Minenschließungen und Logistikprobleme verschärfen den Druck.
Kobalt raus, Kupfer rein
Parallel verschiebt Glencore intern die Gewichte. In der Demokratischen Republik Kongo — einem der weltgrößten Kobalt-Standorte — gelten neue Exportquoten. Die Folge: Glencore hat die Kobaltproduktion im ersten Quartal 2026 zurückgefahren und stärkt stattdessen die Kupferaktivitäten.
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Ferner trennt sich der Konzern schrittweise von Anteilen an der indonesischen Harita Nickel. Die Verkäufe laufen seit Anfang 2026 und zeigen, wohin die Reise geht: weg von Nischenmetallen, hin zu strategischen Basisrohstoffen.
Aktie auf Jahreshoch
Die Neuausrichtung kommt bei Anlegern an. Die Glencore-Aktie notiert bei 6,56 Euro — exakt auf dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang hat der Kurs rund 38 Prozent zugelegt, über zwölf Monate sogar mehr als 120 Prozent. Der RSI liegt bei knapp 72 und signalisiert damit eine überkaufte Zone — kurzfristig könnten Gewinnmitnahmen den Kurs bremsen.
Entscheidend bleibt, ob aus der Absichtserklärung mit Falcon Copper ein konkretes Projekt wird. Sobald belastbare Details zu Finanzierung und Zeitplan vorliegen, dürfte der Markt neu bewertet werden.
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