Glencore Aktie: Kupfer-Strategie hakt

Der Rohstoffkonzern Glencore kämpft mit Arbeitskampf in Australien und gesunkener Kupferproduktion, während ein milliardenschwerer Umbau und Fusionsspekulationen die Strategie prägen.

Kurz zusammengefasst:
  • Warnstreik in australischer Kupferraffinerie
  • Kupferproduktion fiel um elf Prozent
  • Portfolio-Umbau soll Milliarden einbringen
  • Fusionsgespräche mit Rio Tinto pausieren

Der Rohstoffriese Glencore hat Kupfer zu seinem zentralen Wachstumsmotor erklärt. Ausgerechnet an einem wichtigen australischen Standort legen nun Minenarbeiter die Arbeit nieder und stören die Produktion. Parallel treibt das Management einen milliardenschweren Konzernumbau voran, während im Hintergrund Spekulationen über eine Mega-Fusion schwelen.

Operative Hürden im Kupfergeschäft

Nach monatelangen, erfolglosen Tarifverhandlungen traten die Beschäftigten der Townsville-Kupferraffinerie in Queensland in den Warnstreik. Die Gewerkschaft kritisiert das Angebot des Managements als unzureichend. Dieser Arbeitskampf trifft den Konzern zu einem operativ ungünstigen Zeitpunkt. Bereits im vergangenen Jahr fiel die eigene Kupferproduktion um elf Prozent auf 851.600 Tonnen. Probleme an der chilenischen Collahuasi-Mine durch Wasserknappheit und niedrigere Erzgehalte zwangen Glencore dazu, die Produktionsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten zu korrigieren.

Glencore

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Milliardenumbau und solide Zahlen

Um die Fokussierung auf strategische Metalle zu finanzieren, strukturiert das Unternehmen sein Portfolio radikal um. Der geplante Verkauf der Mehrheitsbeteiligung am kasachischen Zink- und Goldproduzenten Kazzinc soll bis zu 4,5 Milliarden US-Dollar einbringen. Gleichzeitig baut der Konzern rund 1.000 Stellen ab, um bis Ende des Jahres Einsparungen von einer Milliarde US-Dollar zu erzielen.

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Finanziell steht das Unternehmen auf einem stabilen Fundament. Das bereinigte EBITDA lag zuletzt bei 13,5 Milliarden US-Dollar. Aktionäre profitieren von einer Bardividende von insgesamt 17 US-Cent je Aktie. Diese operative Stabilität spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 25,84 Prozent und steht derzeit bei 5,97 Euro.

Fusionsfantasien bleiben bestehen

Ein weiteres Thema beschäftigt die Investoren: Die gescheiterten Fusionsgespräche mit dem Konkurrenten Rio Tinto. Obwohl Pläne für einen Zusammenschluss im Wert von 232 Milliarden US-Dollar kürzlich platzten, ist das Thema noch nicht endgültig vom Tisch. Die Regularien des britischen Takeover Panels schreiben nach einem Abbruch lediglich eine sechsmonatige Abkühlungsphase vor. Ab August dieses Jahres könnten erneute Verhandlungen rechtlich wieder aufgenommen werden.

Die strategische Ausrichtung wird sich in den kommenden Monaten konkretisieren müssen. Spätestens auf der Hauptversammlung am 28. Mai wird das Management detailliert darlegen, wie das ehrgeizige Ziel von über einer Million Tonnen Kupfer jährlich bis 2028 erreicht werden soll. Bis dahin bestimmen der Ausgang des australischen Tarifstreits und der formelle Abschluss des Kazzinc-Verkaufs die fundamentale Entwicklung des Bergbaukonzerns.

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