Glencore Aktie: Streik und Strategiewechsel

Während Arbeiter in einer Kupferraffinerie streiken, erhält Glencore-Chef Gary Nagle ein Millionen-Aktienpaket. Das Unternehmen treibt gleichzeitig den Verkauf seiner Kazzinc-Beteiligung voran.

Kurz zusammengefasst:
  • Vierstündiger Streik in australischer Kupferraffinerie
  • CEO erhält 1,5 Millionen Aktieneinheiten als Vergütung
  • Geplanter Milliardenverkauf der Kazzinc-Beteiligung
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch mit 28 Prozent Plus

Während die Glencore-Aktie auf ein 52-Wochen-Hoch zusteuert, sorgt das Unternehmen mit zwei gegensätzlichen Meldungen für Gesprächsstoff. In Australien legten Arbeiter die Arbeit nieder — und in der Konzernzentrale erhielt CEO Gary Nagle ein neues Millionen-Aktienpaket.

Vier Stunden Ausstand in Townsville

Am Freitagmorgen um 8 Uhr traten Beschäftigte der Glencore-Kupferraffinerie im australischen Townsville für vier Stunden in den Ausstand. Auslöser: fast ein Jahr erfolgloser Lohnverhandlungen. Die Australian Workers‘ Union (AWU) wirft dem Konzern vor, sein nominelles Angebot von 15 Prozent über vier Jahre durch einen eingerechneten Jahresbonus von 3.000 Dollar künstlich aufzublähen — effektiv kämen die Beschäftigten damit auf lediglich rund drei Prozent über vier Jahre. Einige Mitarbeiter verdienten zudem bis zu 15 Prozent weniger als Kollegen an benachbarten Standorten.

Glencore

JE00B4T3BW64
-
Heute: -
7 Tage: -

Glencore weist das zurück und besteht darauf, ein wettbewerbsfähiges Angebot vorgelegt zu haben — auch wenn die Raffinerie nach Unternehmensangaben weiterhin Verluste schreibt. AWU-Bezirkssekretär Jim Wilson machte deutlich, dass die Aktionen fortgesetzt werden, sollte der Konzern nicht nachbessern. Weitere Maßnahmen sind bislang nicht angekündigt.

CEO-Paket und strategischer Umbau

Parallel dazu wurde bekannt, dass CEO Gary Nagle am 9. März 2026 rund 1,5 Millionen Aktieneinheiten im Rahmen des konzerninternen Career-Shares-Plans erhalten hat. Die Einheiten wandeln sich nach drei Jahren unter Leistungsbedingungen in reguläre Aktien um — bewertet auf Basis eines volumengewichteten Durchschnittskurses von GBP 5,02.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Glencore?

Im Hintergrund treibt Glencore seinen Fokus auf Kupfer voran. Der geplante Verkauf der 70-Prozent-Beteiligung am kasachischen Zink- und Goldproduzenten Kazzinc an den lokalen Unternehmer Shakhmurat Mutalip könnte zwischen vier und 4,5 Milliarden US-Dollar einbringen. Bemerkenswert: Glencore erwägt, die Finanzierung des Kaufs selbst zu unterstützen — im Gegenzug für Vermarktungsrechte an den produzierten Materialien.

Starke Kursentwicklung, solides Fundament

Das bereinigte EBITDA für 2025 lag bei 13,5 Milliarden US-Dollar — ein Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei das zweite Halbjahr das erste um 49 Prozent übertraf. Treiber der Erholung war vor allem die Kupferpreisentwicklung. Für 2026 plant Glencore eine Gesamtausschüttung von 17 Cent je Aktie, verteilt auf zwei Tranchen im Juni und September.

Die Aktie notiert mit einem Jahresplus von rund 28 Prozent nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,13 Euro. Der Kazzinc-Abschluss und der Ausgang der Tarifverhandlungen in Townsville dürften in den kommenden Wochen bestimmen, ob sich das positive Momentum fortsetzt.

Glencore-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Glencore-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:

Die neusten Glencore-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Glencore-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Glencore: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Glencore

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Glencore

Neueste News

Alle News

Glencore Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten