Während die Glencore-Aktie auf ein 52-Wochen-Hoch zusteuert, sorgt das Unternehmen mit zwei gegensätzlichen Meldungen für Gesprächsstoff. In Australien legten Arbeiter die Arbeit nieder — und in der Konzernzentrale erhielt CEO Gary Nagle ein neues Millionen-Aktienpaket.
Vier Stunden Ausstand in Townsville
Am Freitagmorgen um 8 Uhr traten Beschäftigte der Glencore-Kupferraffinerie im australischen Townsville für vier Stunden in den Ausstand. Auslöser: fast ein Jahr erfolgloser Lohnverhandlungen. Die Australian Workers‘ Union (AWU) wirft dem Konzern vor, sein nominelles Angebot von 15 Prozent über vier Jahre durch einen eingerechneten Jahresbonus von 3.000 Dollar künstlich aufzublähen — effektiv kämen die Beschäftigten damit auf lediglich rund drei Prozent über vier Jahre. Einige Mitarbeiter verdienten zudem bis zu 15 Prozent weniger als Kollegen an benachbarten Standorten.
Glencore weist das zurück und besteht darauf, ein wettbewerbsfähiges Angebot vorgelegt zu haben — auch wenn die Raffinerie nach Unternehmensangaben weiterhin Verluste schreibt. AWU-Bezirkssekretär Jim Wilson machte deutlich, dass die Aktionen fortgesetzt werden, sollte der Konzern nicht nachbessern. Weitere Maßnahmen sind bislang nicht angekündigt.
CEO-Paket und strategischer Umbau
Parallel dazu wurde bekannt, dass CEO Gary Nagle am 9. März 2026 rund 1,5 Millionen Aktieneinheiten im Rahmen des konzerninternen Career-Shares-Plans erhalten hat. Die Einheiten wandeln sich nach drei Jahren unter Leistungsbedingungen in reguläre Aktien um — bewertet auf Basis eines volumengewichteten Durchschnittskurses von GBP 5,02.
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Im Hintergrund treibt Glencore seinen Fokus auf Kupfer voran. Der geplante Verkauf der 70-Prozent-Beteiligung am kasachischen Zink- und Goldproduzenten Kazzinc an den lokalen Unternehmer Shakhmurat Mutalip könnte zwischen vier und 4,5 Milliarden US-Dollar einbringen. Bemerkenswert: Glencore erwägt, die Finanzierung des Kaufs selbst zu unterstützen — im Gegenzug für Vermarktungsrechte an den produzierten Materialien.
Starke Kursentwicklung, solides Fundament
Das bereinigte EBITDA für 2025 lag bei 13,5 Milliarden US-Dollar — ein Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei das zweite Halbjahr das erste um 49 Prozent übertraf. Treiber der Erholung war vor allem die Kupferpreisentwicklung. Für 2026 plant Glencore eine Gesamtausschüttung von 17 Cent je Aktie, verteilt auf zwei Tranchen im Juni und September.
Die Aktie notiert mit einem Jahresplus von rund 28 Prozent nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,13 Euro. Der Kazzinc-Abschluss und der Ausgang der Tarifverhandlungen in Townsville dürften in den kommenden Wochen bestimmen, ob sich das positive Momentum fortsetzt.
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