Glencore Aktie: Stunde der Entscheidung
Glencore droht mit bis zu 2.500 Entlassungen in Südafrika, sollte bis zum Ultimatum am 31. März keine Einigung über Strompreise mit Eskom erzielt werden. Die Aktie notiert dennoch auf Jahreshöchst.

Kurz zusammengefasst
- Ultimatum für Strompreisverhandlungen endet heute
- Bis zu 2.500 Stellen in Südafrika gefährdet
- Stromtarif von 62 Cent als unwirtschaftlich kritisiert
- Glencore-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
Heute ist Deadline. Glencore muss sich entscheiden: Einigung mit dem südafrikanischen Energieversorger Eskom — oder Beginn von Massenentlassungen, die bis zu 2.500 Beschäftigte treffen könnten. Der 31. März 2026 markiert das Ende eines Ultimatums, das der Konzern bereits einmal verlängert hatte, um Verhandlungsspielraum zu gewinnen.
Strompreise als Schicksalsfrage
Der Kern des Konflikts: Glencore hält den von Eskom angebotenen Tarif von 62 Cent pro Kilowattstunde für seine Ferrochrom-Schmelzhütten für wirtschaftlich nicht tragbar. Japie Fullard, CEO von Glencore Ferroalloys, wählte deutliche Worte und nannte das Angebot „unbeholfen“. Der Konzern hat einen Gegenentwurf vorgelegt — auf eine Antwort der Regulierungsbehörde Nersa wartet er noch.
Kommt bis Tagesende keine revidierte Vereinbarung, will Glencore den formalen Entlassungsprozess nach Section 189 einleiten. Die südafrikanische Regierung steht dabei unter erheblichem Druck: Energieminister Ramokgopa hatte zuletzt betont, dass eine Rettung des Sektors dem Land Exporterlöse in Milliardenhöhe sichern könnte.
Sektor unter Dauerstress
Der Kontext macht die Verhandlungsposition noch deutlicher. Von einst 66 potenziell lebensfähigen Ferrochrom-Betrieben in Südafrika gelten heute nur noch elf als wirtschaftlich tragfähig. Glencore hat bereits seit April 2025 Teile seiner Schmelzkapazitäten stillgelegt — die betroffenen Mitarbeiter wurden bisher bei vollen Bezügen weiterbeschäftigt, was die Kostenbelastung zusätzlich erhöht.
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Scheitern die Verhandlungen, müsste der Konzern Restrukturierungsrückstellungen bilden. Gleichzeitig würden die laufenden operativen Verluste der defizitären Standorte wegfallen — ein zweischneidiges Ergebnis.
Aktie auf Jahreshoch
Trotz der Unsicherheit in Südafrika erreichte die Glencore-Aktie gestern ein neues 52-Wochen-Hoch von 6,29 Euro. Auf Jahressicht hat sich der Kurs damit um über 85 Prozent verteuert. Marktbeobachter führen die relative Stärke unter anderem auf die Integration der Teck-Kohlesparte EVR und eine robuste Entwicklung im Marketing-Segment zurück — beides federt Belastungen aus einzelnen Geschäftsbereichen ab.
Am 5. August 2026 legt Glencore seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Wie sich der Ausgang des heutigen Tages in der Kostenstruktur der Ferrolegierungs-Sparte niederschlägt, dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.
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