Gold: 16,63 Prozent unter Januar-Hoch
Steigende US-Zinsen und ein fester Dollar setzen dem Goldpreis zu. Die Korrektur nach der Rally zeigt die Abhängigkeit von der Geldpolitik.
Kurz zusammengefasst
- Gold fällt auf 4.543 Dollar je Unze
- US-Inflation dämpft Zinssenkungshoffnungen
- Starker Dollar verteuert Gold für Auslandskäufer
- Technische Korrektur nach kräftigem Jahresauftakt
Gold bekommt wieder den alten Gegner zu spüren: steigende Zinsen. Robuste US-Daten, ein fester Dollar und hartnäckige Inflation drücken auf das Edelmetall. Der Rücksetzer wirkt nicht wie Panik. Er zeigt aber, wie empfindlich der Markt nach der Rally reagiert.
Zum Wochenschluss fiel Gold auf 4.543,60 US-Dollar je Feinunze und verlor am Freitag 2,88 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 3,75 Prozent.
US-Daten bremsen die Zinshoffnung
Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA sprechen für eine widerstandsfähige Wirtschaft. Vor allem die weiter hohe Inflation im April dämpft die Erwartung schneller Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Einige Marktteilnehmer rechnen inzwischen sogar wieder mit zusätzlichen Zinserhöhungen bis zum Jahresende.
Für Gold ist das ein klares Problem. Das Edelmetall wirft keine laufenden Erträge ab. Steigen die Renditen von US-Staatsanleihen, werden zinstragende Anlagen relativ attraktiver.
Der Dollar verstärkt diesen Effekt. Höhere Zinsen stützen die US-Währung. Für Käufer außerhalb des Dollarraums verteuert sich Gold dadurch zusätzlich.
Politik liefert keine Entlastung
Auch die geopolitische Lage gab dem Goldpreis zuletzt keinen nachhaltigen Schub. Das Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi Jinping in Peking verlief zwar konstruktiv. Konkrete Fortschritte in den Handelsbeziehungen blieben am ersten Verhandlungstag aber aus.
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Im Nahen Osten bleibt die Lage angespannt. Die Sperrung der Straße von Hormus belastet die Rohstoffmärkte und treibt Energiekosten nach oben. Das ist für Gold ein zweischneidiges Signal.
Höhere Energiepreise können die Inflation anheizen. Das würde der Fed weniger Spielraum für Zinssenkungen geben. Der Krisenschutz von Gold hilft in diesem Umfeld nur begrenzt, wenn die Zinsseite dagegenarbeitet.
Korrektur nach starker Rally
Technisch passt der Rücksetzer in das Bild einer Korrektur nach dem starken Jahresauftakt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 5.450,00 US-Dollar am 28. Januar liegt Gold inzwischen 16,63 Prozent entfernt. Das nimmt Druck aus einem Markt, der zuvor stark gelaufen war.
Der Preis liegt auch unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.728,13 US-Dollar. Der Abstand beträgt 3,90 Prozent und zeigt, dass kurzfristig Verkäufer dominieren. Der RSI von 49,8 signalisiert aber keine extreme Übertreibung.
Die physische Nachfrage bleibt ein stützender Faktor. Vor allem Zentralbanken aus Schwellenländern, darunter China, kaufen weiter Gold. Kurzfristig dominiert jedoch die Geldpolitik aus Washington.
Nach einem Monatsverlust von 5,61 Prozent bleibt der Markt anfällig für neue US-Daten. Entscheidend sind nun vor allem Inflationszahlen, Renditen und der Dollar. Dreht dort der Druck nicht ab, dürfte Gold Mühe haben, schnell in den Rally-Modus zurückzufinden.
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