Gold: 244 Tonnen im Q1 gekauft

Notenbanken planen massive Goldkäufe und erwarten sinkenden Dollar-Anteil. Der Goldpreis erholt sich nach einem deutlichen Frühjahrseinbruch.

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Ein Stapel glänzender Goldbarren mit einer angedeuteten Reflexion von Finanzdiagrammen im Hintergrund. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Goldpreis steigt fünf Tage in Folge
  • Zentralbanken erwarten schwächeren Dollar
  • Schwellenländer kaufen große Goldmengen
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 5.500 Dollar

Fünf Tage in Folge klettert der Goldpreis nach oben. Nach einem massiven Einbruch im Frühjahr greifen Käufer wieder zu. Die treibende Kraft hinter dieser Erholung sitzt in den Tresorräumen der Zentralbanken.

Eine aktuelle Umfrage des World Gold Council liefert ein klares Signal. Rund 74 Prozent der Notenbanken erwarten einen schrumpfenden Dollar-Anteil an den globalen Währungsreserven. Parallel dazu planen 83 Prozent eine Aufstockung ihrer eigenen Goldbestände in den nächsten fünf Jahren.

Besonders Schwellenländer nutzen das Edelmetall zur geopolitischen Absicherung. Sie kauften zuletzt durchschnittlich 1.000 Tonnen pro Jahr. Allein im ersten Quartal 2026 flossen weitere 244 Tonnen in die staatlichen Reserven.

Absturz und Stabilisierung

Aktuell notiert die Feinunze bei knapp über 4.340 US-Dollar. Damit arbeitet sich der Kurs aus einem tiefen Tal heraus. Seit März war der Preis zeitweise um 26 Prozent eingebrochen.

Analysten werten diesen Rücksetzer als gesunde Korrektur. Die Commerzbank sieht das Jahresziel bei 4.800 US-Dollar. Die UBS ruft sogar einen Zielwert von 5.500 US-Dollar aus.

Makro-Rückenwind für das Edelmetall

Derweil liefert die große Weltpolitik neue Impulse. Das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran drückt den Ölpreis auf rund 79 US-Dollar. Diese Entspannung bremst die globalen Inflationssorgen. Die Folge: Der US-Dollar schwächelt. Das macht Gold für internationale Käufer deutlich attraktiver.

Heute blicken die Märkte auf die US-Notenbank. Unter Fed-Chef Kevin Warsh rechnen Experten mit stabilen Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau. Indes sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember auf 59 Prozent.

Bleibt die Fed-Entscheidung am Abend tatsächlich moderat, entfällt ein wichtiger Bremsklotz für das zinslose Edelmetall. Ohne den Druck steigender Zinsen rücken die Kursziele der Analysten wieder in greifbare Nähe.

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