Gold: 244 Tonnen Zentralbankkäufe im Q1

Gold notiert nahe einer wichtigen charttechnischen Marke. Zentralbankkäufe stützen, während US-Konjunkturdaten die Richtung vorgeben könnten.

Eduard Altmann ·
Gold Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kurs nahe Unterstützung bei 4.493 Dollar
  • Zentralbanken kauften 244 Tonnen im Quartal
  • US-BIP und Jobdaten im Fokus
  • 50-Tage-Linie als nächster Widerstand

Starke Zentralbankkäufe auf der einen Seite, hartnäckige Zinsängste auf der anderen. Am Goldmarkt ringen derzeit fundamentale Stärke und makroökonomischer Gegenwind miteinander. Das Edelmetall steckt in einer zähen Konsolidierung fest und nähert sich einer kritischen charttechnischen Marke.

Zum Wochenschluss notierte die Feinunze bei 4.521 US-Dollar. Damit verzeichnet Gold auf Monatssicht ein Minus von knapp viereinhalb Prozent. Der Kurs handelt spürbar unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von rund 4.669 US-Dollar.

Aus technischer Sicht wird die Luft dünner. Das Edelmetall bewegt sich direkt in der vielbeachteten Unterstützungszone zwischen 4.493 und 4.533 US-Dollar. Ein Bruch dieses Niveaus könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Nach oben hin blockieren Widerstände im Bereich von 4.770 US-Dollar einen schnellen Ausbruch.

US-Daten geben den Takt vor

In den kommenden Tagen rücken US-Wirtschaftsdaten in den Fokus. Das Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stehen auf der Agenda. Diese Zahlen dürften die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve maßgeblich formen.

Hartnäckige Inflationssorgen schüren die Angst vor länger anhaltenden hohen Zinsen. Ein solches Umfeld belastet zinslose Anlagen traditionell. Parallel dazu verteuert ein starker US-Dollar das Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsräumen.

Zentralbanken stützen den Boden

Ungeachtet der kurzfristigen Zinsspekulationen bleibt das Fundament robust. Geopolitische Risiken im Nahen Osten stützen die Nachfrage nach sicheren Häfen. Vor allem aber agieren die globalen Notenbanken als verlässliche Käufer.

Allein im ersten Quartal 2026 erwarben die Währungshüter netto 244 Tonnen Gold. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend setzt eine historische Kaufwelle fort.

Im vergangenen Jahr belief sich das Kaufvolumen der Zentralbanken auf 863 Tonnen. Der Gegenwert lag bei rund 95 Milliarden US-Dollar. Solche massiven Umschichtungen stützen den Markt strukturell.

Die anstehenden US-Wirtschaftsdaten werden den kurzfristigen Impuls liefern. Fällt der Kurs nachhaltig unter die Unterstützung bei 4.493 US-Dollar, droht ein charttechnischer Rücksetzer. Verteidigt der Markt diese Zone, bietet die anhaltende physische Nachfrage der Notenbanken das Fundament für eine Erholung in Richtung der 50-Tage-Linie.

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Gold Rohstoff

4.510,50 USD

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KGV
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