Gold: Administrative Veränderungen

Der Goldpreis bewegt sich vor den US-Arbeitsmarktdaten in enger Spanne. Trotz aktueller Korrektur halten große Banken an Jahresendzielen von bis zu 6.300 US-Dollar fest.

Felix Baarz ·
Gold Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Gold notiert vor wichtigen US-Jobzahlen
  • Zentralbankkäufe bleiben struktureller Stützfaktor
  • Goldman Sachs sieht Kursziel bei 5.400 Dollar
  • JPMorgan und Wells Fargo prognostizieren 6.300 Dollar

Am Karfreitag handelt Gold nahe 4.675 US-Dollar je Feinunze — in einem engen Kursband, das weniger von Überzeugung als von dünner Marktliquidität geprägt ist. Steigende US-Anleiherenditen und ein fester Dollar begrenzen die Nachfrage nach dem Edelmetall, obwohl geopolitische Spannungen fortbestehen.

Der eigentliche Impuls des Tages kommt um 12:30 Uhr GMT: Das US Bureau of Labor Statistics veröffentlicht die Nonfarm-Payrolls für März. Nach dem schwachen Februar-Bericht — damals brachen 92.000 Stellen weg, der stärkste Rückgang seit vier Monaten — erwarten Analysten nun ein Plus von rund 60.000 Stellen. Haupttreiber der erhofften Erholung: Rund 31.000 streikende Krankenpfleger bei Kaiser Permanente haben die Arbeit wieder aufgenommen, zudem werden Nachholeffekte im Bau- und Gastgewerbe nach dem Wintereinbruch erwartet. Wegen des Feiertags könnte die Marktreaktion auf die Daten verzögert einsetzen.

Zentralbanken kaufen weiter

Jenseits des Tagesgeschehens bleibt die strukturelle Nachfrageseite intakt. Der World Gold Council erwartet für 2026 Zentralbankkäufe von rund 850 Tonnen — leicht unter den 863 Tonnen des Vorjahres, aber weiterhin auf hohem Niveau. Bemerkenswert ist dabei die wachsende Käuferbasis: Neue oder lange abwesende Notenbanken kehren in den Markt zurück. Im Januar stockte Usbekistans Nationalbank ihre Reserven um 9 Tonnen auf 399 Tonnen auf. Malaysia kaufte erstmals seit 2018 wieder Gold — gleich 3 Tonnen auf einmal.

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Institutionelle Kursziele weit über dem aktuellen Niveau

Gold liegt rund 20 Prozent unter seinem Allzeithoch von 5.595 US-Dollar, das im Januar markiert wurde. Die Korrektur hat den Abstand zu den institutionellen Jahresendprognosen damit eher vergrößert als verkleinert. Goldman Sachs bekräftigte am 31. März sein Kursziel von 5.400 US-Dollar, gestützt auf monatliche Zentralbankkäufe von durchschnittlich 60 Tonnen und zwei erwartete US-Zinssenkungen. JPMorgan und Wells Fargo sehen das Jahresende sogar bei 6.300 US-Dollar.

Geopolitisch bleibt das Bild zweischneidig: Eine Deeskalation im Iran-Konflikt würde zwar spekulative Sicherheitsprämien abbauen, gleichzeitig aber Ölpreise und Inflationserwartungen drücken — was Zinssenkungen wahrscheinlicher macht und Gold damit auf anderem Weg stützt. Die März-Jobdaten dürften noch heute die erste klare Richtungsindikation für die kommende Handelswoche liefern.

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