Gold: Auf rotem Kurs?
Gold erholt sich nur langsam vom Fünfwochentief, während Zinsängste und ein starker Dollar den Kurs belasten.

Kurz zusammengefasst
- Widerstand bei 4.660 Dollar hält
- Zinserhöhungsängste belasten Gold
- Hormuz-Krise stärkt Dollar
- Arbeitsmarktdaten als nächster Test
Der Goldpreis kämpft sich zwar langsam von seinem Fünfwochentief zurück, doch die Erholung bleibt fragil. Am Dienstagmorgen notierte der meistgehandelte Juni-Future bei rund 4.549 Dollar je Feinunze — die wichtige Widerstandszone bei 4.660 Dollar bleibt vorerst unerreicht.
Das eigentliche Problem sitzt tiefer. Anhaltende Inflationssorgen treiben die Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik weiter an: Laut dem FedWatch-Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit niedrigerer US-Zinsen bis Ende 2026 bei gerade einmal 5,4 Prozent. Zinserhöhungen hingegen gelten mit rund 32 Prozent als deutlich wahrscheinlicheres Szenario. Für Gold, das keine Zinsen abwirft, ist das ein belastendes Umfeld.
Hormuz-Krise stützt Dollar, nicht Gold
Eigentlich sollten geopolitische Spannungen dem Edelmetall in die Hände spielen. Die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich weiter zu: Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben sechs iranische Boote und fing Marschflugkörper sowie Drohnen ab, während iranische Angriffe auf Handelsschiffe und einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Region weiter destabilisieren.
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Doch der Effekt läuft diesmal anders als erwartet. Die Spannungen treiben den Ölpreis nach oben — Brent handelt um die 113,50 Dollar je Barrel — und befeuern damit genau die Inflation, die eine Zinswende verhindert. Gleichzeitig stärken sie den US-Dollar als globale Reservewährung. Beides lastet auf Gold.
Konjunkturdaten als nächster Prüfstein
Diese Woche rücken wichtige US-Arbeitsmarktdaten in den Mittelpunkt: offene Stellen, der ADP-Beschäftigungsbericht und schließlich der monatliche Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums für April. Fallen die Zahlen robust aus, dürfte das die Zinserhöhungsspekulationen weiter anheizen — und Gold erneut unter Druck setzen.
Antizyklisch denkende Anleger sehen in der aktuellen Schwäche dennoch eine Einstiegsgelegenheit, besonders bei Goldminenaktien. Ob der Spotpreis erst einmal die 4.500-Dollar-Marke verteidigen muss, bevor eine nachhaltige Erholung möglich ist, zeigt sich spätestens nach den Arbeitsmarktdaten am Freitag.
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