Gold: Barren-Nachfrage springt 42 Prozent
Trotz überraschend hoher US-Inflation zeigt sich der Goldpreis robust. Ein Wandel der Nachfrage hin zu Investmentprodukten stützt das Edelmetall.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis schließt leicht im Plus
- Nachfrage nach Barren und Münzen steigt
- Schmuckmarkt verzeichnet deutliche Einbußen
- Zentralbanken stocken Goldreserven weiter auf
Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA haben den Goldmarkt durchgeschüttelt. Doch der Preis hält sich. Am Donnerstag schloss die Feinunze bei 4.687 Dollar – ein leichter Gewinn zum Vortag. Auf Wochensicht verlor Gold 0,7 Prozent. Seit Jahresbeginn steht immer noch ein Plus von acht Prozent.
Grund für die Widerstandsfähigkeit ist eine massive Verschiebung in der Nachfragestruktur. Der World Gold Council hat die Daten für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Sie zeigen ein klares Bild: Goldschmuck verliert an Bedeutung, Investmentprodukte boomen.
Privatanleger kaufen, Schmuckkäufer streiken
Die Nachfrage nach Barren und Münzen stieg um 42 Prozent auf 474 Tonnen. Gleichzeitig brach der Schmuckmarkt um 23 Prozent ein. Gold wird derzeit weniger als Konsumgut gekauft, sondern als strategischer Vermögensschutz. Die Gesamtnachfrage inklusive außerbörslicher Geschäfte kletterte um zwei Prozent auf 1.230 Tonnen.
Das makroökonomische Umfeld bleibt indes schwierig. Der US-Verbraucherpreisindex beschleunigte sich im April auf 3,8 Prozent – nach 3,3 Prozent im März. Ein unerwartet starker Anstieg. Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der Fed ist damit vorerst begraben.
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Für Gold ein Problem: Das Edelmetall wirft keine Zinsen ab. Konkurrieren muss es mit US-Staatsanleihen, deren Renditen auf hohem Niveau verharren. Die geopolitischen Risiken – vor allem die Spannungen im Nahen Osten – geben dem Preis dennoch ein Fundament.
Zentralbanken kaufen weiter
Staatliche Akteure bleiben die zweite tragende Säule. Weltweit erwarben Zentralbanken im ersten Quartal 243 Tonnen Gold. Besonders Schwellenländer bauen ihre Dollar-Reserven ab. Im Mai setzten die Nationalbank von Kasachstan, die Türkei und Polen die Käufe fort.
Der RSI von 49,8 Punkten zeigt eine neutrale Marktverfassung. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 18,2 Prozent. Gold bewegt sich derzeit zwischen Inflationsdruck und Nachfragewandel – ein Balanceakt, der noch nicht entschieden ist.
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