Gold: Basel-III-Offensive startet!

Der Goldpreis beendet eine volatile Woche im Plus, während Branchenverbände eine regulatorische Aufwertung des Edelmetalls zu einem hochliquiden Bankenasset vorantreiben.

Eduard Altmann ·
Goldpreis LBMA Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Wochenplus trotz geopolitischer Kursschwankungen
  • Branchenverbände fordern Basel-III-Einstufung als HQLA
  • Gold-ETFs verzeichnen deutliche Mittelzuflüsse
  • Kurs stabilisiert sich über wichtiger Chartunterstützung

Der Goldpreis hat eine äußerst turbulente Handelswoche hinter sich. Während ein fragiler Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran für heftige Preisschwankungen sorgte, bahnt sich im Hintergrund eine strukturelle Revolution an. Branchenverbände drängen massiv darauf, das Edelmetall im Rahmen der strengen Basel-III-Richtlinien völlig neu einzustufen.

Geopolitik treibt die Kurse

Schlagzeilen aus dem Nahen Osten bestimmten in den vergangenen Tagen maßgeblich die Richtung des Edelmetalls. Die Ankündigung eines temporären Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran trieb den Kurs zur Wochenmitte zunächst steil nach oben auf über 4.850 US-Dollar. Als Präsident Trump ein iranisches Verhandlungsangebot akzeptierte, fiel gleichzeitig der Ölpreis unter die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Diese Entwicklung reduzierte den inflationären Druck auf die Märkte erheblich.

Allerdings verlor die Erholung schnell an Dynamik. Neue Spannungen rund um den Libanon ließen Zweifel an der Dauerhaftigkeit des Friedens aufkommen, was den Goldpreis umgehend wieder nach unten drückte. Zum Wochenschluss sorgten US-Inflationsdaten für eine spürbare Stabilisierung. Die Kerninflation lag im März mit 2,6 Prozent leicht unter den Erwartungen und half dem Edelmetall, die Woche mit einem Plus von rund zwei Prozent zu beenden.

Strukturelle Aufwertung im Visier

Abseits der täglichen Kursschwankungen treiben der World Gold Council (WGC) und die LBMA eine weitreichende regulatorische Initiative voran. Die Verbände haben eine gemeinsame Plattform gestartet, um Gold als hochliquiden Vermögenswert (HQLA) nach den Basel-III-Regeln zu etablieren. Bislang ist das Edelmetall von diesen wichtigen Liquiditätspuffern der Banken ausgeschlossen und wird mit einem restriktiven Faktor belegt.

Studien der Initiatoren belegen, dass Handelsvolumina und Geld-Brief-Spannen von Gold zeitweise sogar mit US-Staatsanleihen mithalten können. Eine offizielle Einstufung als Level-1-Asset würde die Rolle von Gold im modernen Finanzsystem grundlegend verändern. Befürworter argumentieren, dass das Edelmetall ohne Kreditrisiko eine ideale Absicherung für künftige Liquiditätskrisen darstellt.

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Institutionelle Anleger greifen zu

Interessante Signale kommen derweil aus dem ETF-Sektor. In den ersten Apriltagen verzeichneten globale Gold-ETFs Nettomittelzuflüsse von 21 Tonnen. Bemerkenswert ist dabei das Marktumfeld: Diese Käufe fanden statt, während die Volatilitätsindizes VIX und MOVE sanken. Große Adressen bauten ihre Positionen also gezielt in einer ruhigeren Marktphase auf und nicht aus reiner Panik.

Begünstigt wurde diese Entwicklung durch einen schwächeren US-Dollar. Die leichte Deeskalation im Nahen Osten weckte am Markt Hoffnungen auf mögliche Zinssenkungen, was in Dollar gehandeltes Gold für internationale Käufer attraktiver machte. Charttechnisch konsolidiert der Kurs nun oberhalb der wichtigen Unterstützung von 4.600 US-Dollar.

In der kommenden Woche richten sich die Blicke auf die diplomatischen Gespräche in Islamabad unter Leitung von US-Vizepräsident JD Vance, die eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus anstreben. Parallel dazu liefern die anstehenden US-Erzeugerpreise (PPI) und das Beige Book der Federal Reserve neue fundamentale Datenpunkte. Positive Signale aus den Verhandlungen im Nahen Osten könnten dem Edelmetall weiteren Auftrieb verleihen, während ein Scheitern der Gespräche die jüngsten Gewinne direkt gefährdet.

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