Gold: Dollar-Schwäche treibt Wochenhoch

Der Goldpreis steigt dank eines schwächeren Dollars, bleibt aber durch Zinserhöhungsängste unter der 4.100-Dollar-Marke begrenzt.

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Ein glänzender Goldbarren spiegelt im Hintergrund eine abstrakte Darstellung eines schwächer werdenden US-Dollars wider. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Gold-Future erreicht 4.051,90 Dollar
  • Fed-Zinserhöhungswahrscheinlichkeit steigt auf 63 Prozent
  • Geopolitische Spannungen belasten den Dollar
  • Widerstand bei 4.100 Dollar bleibt entscheidend

Der Goldpreis nähert sich einem Ein-Wochen-Hoch — ausgerechnet in einer Phase, in der die Fed über Zinserhöhungen statt -senkungen spricht. Ein schwächerer Dollar verschafft dem Edelmetall Rückenwind, doch die Rally bleibt gedeckelt. Unter der Marke von 4.100 Dollar tut sich Gold schwer, weiterzuklettern.

Fed-Wetten bremsen den Schwung

Der Grund für die Zurückhaltung liegt in Washington. Wachsende Inflationssorgen nähren Spekulationen, die US-Notenbank könnte die Zinsen bald wieder anheben statt senken. Das CME FedWatch-Tool preist mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 63 Prozent für eine Zinserhöhung im September ein.

Für die kommende Fed-Sitzung erwarten die Märkte zwar noch unveränderte Leitzinsen. Höhere Zinsen erhöhen jedoch die Opportunitätskosten einer Goldanlage, schließlich wirft das Edelmetall selbst keine laufenden Erträge ab. Am Dienstagmorgen kletterte der meistgehandelte Gold-Future auf 4.051,90 Dollar je Feinunze, ein Plus von 36,00 Dollar.

Geopolitik sorgt für Nervosität

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran spielen zusätzlich den Dollar-Bullen in die Hände und bremsen damit indirekt Gold. Ein iranischer Regierungsvertreter sprach zuletzt von einem Vermittler-Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe, um das Abkommen vom 17. Juni zu retten. Gleichzeitig kündigten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien an — ein Signal, dass sich der Konflikt trotz Deeskalationsversuchen ausweiten könnte.

Der Ölpreis reagierte darauf bislang kaum. WTI notierte bei 82,90 Dollar, Brent bei 88,73 Dollar, beide leicht im Minus auf Hoffnung einer Beruhigung der Lage. Auch in Indien zieht die Nachfrage an: Der Goldpreis stieg dort von 12.413,91 auf 12.529,09 indische Rupien pro Gramm.

Kurzfristig bleibt die Marke von 4.100 Dollar der entscheidende Widerstand. Ob Gold dort durchbricht, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie die Fed-Sitzung in der kommenden Woche ausfällt und ob sich die Zinserhöhungswetten für September verfestigen oder wieder auflösen.

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