Gold: Erfreuliche Neuausrichtung!

Nach einem starken Januar mit Rekordkursen erlebt Gold deutliche Gewinnmitnahmen. Die Rallye bleibt intakt, doch die hohe Volatilität und geopolitische Unsicherheiten bestimmen die kurzfristige Richtung.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordhoch bei über 5.300 US-Dollar erreicht
  • Starke Gewinnmitnahmen drücken den Preis
  • Hohe Volatilität prägt den Goldmarkt
  • Mehrere Faktoren treiben die Rallye an

Gold hat im Januar einen Lauf hingelegt, der selbst routinierte Anleger kurz schlucken lässt. Doch nach dem jüngsten Rekord kam prompt die Ernüchterung: Gewinnmitnahmen drücken den Preis spürbar. Entscheidend ist jetzt, ob die Rallye nur Luft holt – oder ob die Volatilität zum neuen Normal wird.

Gewinnmitnahmen nach Rekord

Gestern markierte Gold mit 5.324,30 USD das 52‑Wochen-Hoch – heute steht der Preis bei 5.086,40 USD. Der Rücksetzer kommt nach einem starken Monat: In den letzten 30 Tagen liegt Gold 17,41% im Plus, seit Jahresbeginn sind es 17,14%. Das zeigt: Der übergeordnete Trend bleibt aufwärtsgerichtet, auch wenn der Markt zuletzt deutlich nervöser wirkt.

Gold

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Ein Blick auf die kurzfristige Einordnung: Der Kurs notiert rund 11,87% über dem 50‑Tage-Durchschnitt (4.546,78 USD). Gleichzeitig signalisiert ein RSI von 57,7 eher Stärke als Überhitzung. Trotzdem: Mit einer 30‑Tage-Volatilität von 26,87% ist klar, dass Gold aktuell kein ruhiger Hafen „im Tagesgeschäft“ ist.

Die wichtigsten Treiber der Bewegung

Warum konnte Gold so stark steigen – und warum reicht dann ein kleiner Stimmungswechsel für spürbare Ausschläge? Im Quelltext werden mehrere Treiber genannt, die zusammen wie Rückenwind wirken, aber auch schnell drehen können:

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  • Schwächerer US-Dollar: Ein tieferer Dollar stützt typischerweise den Goldpreis.
  • Geopolitische Unsicherheit: Zolldrohungen und Spannungen rund um den Iran erhöhen den Absicherungsbedarf.
  • Fed ohne Zinsschritt: Die Notenbank ließ die Zinsen unverändert und verwies auf erhöhte Inflation bei solidem Wachstum.
  • Institutionelle Nachfrage: Tether kündigte an, 10–15% des Portfolios in physisches Gold investieren zu wollen.
  • ETF- und Zentralbanknachfrage: Laut Reuters erreichten SPDR-Gold-Trust-Bestände ein Vier-Jahres-Hoch; Zuflüsse in physisch besicherte ETFs sollen rund 20% über Vorjahr liegen.

Genau diese Gemengelage erklärt auch die aktuell schnelle Gangart: Wenn viele Käufer aus unterschiedlichen Motiven gleichzeitig aktiv sind, kann der Preis steigen wie am Gummiband – und bei Gewinnmitnahmen ebenso ruckartig zurückschnellen.

Was kurzfristig über Richtung entscheidet

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor liegt in Washington: Präsident Trump will heute seinen Kandidaten für die Powell-Nachfolge benennen; laut Reuters gilt Kevin Warsh als Favorit. Zusammen mit der geopolitischen Lage liefert das Stoff für neue Bewegungen – in beide Richtungen.

Kann sich Gold nach dem Rücksetzer stabilisieren? Das hängt laut Quelltext vor allem an zwei Stellschrauben: bleibt der Dollar schwach und bleibt die geopolitische Risikolage hoch, dürfte die Nachfrage nach Absicherung weitertragen. Kurzfristig spricht der Abstand zum 50‑Tage-Schnitt für ein weiter positives Bild – gleichzeitig zeigt der Sprung vom gestrigen Hoch zum heutigen Kurs, wie schnell der Markt derzeit umschaltet.

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